11. Mai 2012 Hinterlasse einen Kommentar
Margarete Gänzler über “The Turn of the Screw” am 4. Mai im Opernhaus Düsseldorf
Welch eine gruselige Stimmung im Opernhaus!
Die Handlung war toll umgesetzt und die anfängliche vermeintlich heile Welt kippt ganz schnell in Verzweiflung und Verwirrung. Das aufwendig verschachtelte Bühnenbild unterstrich die dramatische Stimmung, man sah den Raum und die Treppe in verschiedenen Position – das Ende der Treppe war nicht zu sehen, plötzlich war ein Spalt zwischen zwei Wänden und die teilweise Tiefe der Bühne verstärkte die Unwirklichkeit.
Die klare und beherzte Gouvernante wurde im Laufe des Stücks immer verzweifelter und ängstlicher und man konnte mit ihr fühlen, dass es immer schwieriger wurde die reale Welt und die Geisterwelt auseinander zu halten.
Die beiden Kinder haben mir sehr gut gefallen – welch eine Leistung! Zu Beginn hatte man den Eindruck, Miles und Flora seien ganz normale Kinder, auch ein Schulverweis kann ja mal vorkommen. Auch hier wurde immer diffuser, auf welcher Seite die Kinder stehen. Man spürte den Einfluss der beiden verstorbenen Hausangestellten, die die Kinder wohl sehr in ihren Bann nahmen.
Die Leistung des Kammerorchesters hat mir sehr gut gefallen – 14 Musiker – meine Hochachtung. Ich empfand die Abstimmung zwischen Musik und Stimmen sehr gut.
Für mich war es ein schöner Abend mit einer ganz besonderen Stimmung.








