Khatuna Ehlen über „Arabella“

ARABELLA_05_FOTO_Hans Joerg MichelEin tolles Erlebnis! Als unerfahrene Opernbesucherin traute ich mich am vergangenen Freitag als frischgebackener Opernscout mit großer Achtung und Neugier an die spannende Welt der Oper ran.
Irgendwo zwischen meiner Aufregung und der aufmerksamen Beobachtung was um mich herum geschah, vergaß ich zunächst, das Stück zu genießen. Es packte mich noch nicht, sodass ich mir sogar kurz überlegt habe, mich irgendwie aus dem Saal rauszuschleichen. Bei dem Gedanken ertappt, sagte ich mir, dass es Zeit ist, die anstrengende Arbeitswoche und die Aufregung zu vergessen und mich auf das Stück zu konzentrieren. Ab diesem Zeitpunkt war ich mitten drin und genoss das, was vor mir auf der Bühne geschah. Den ersten Teil empfand ich allerdings trotzdem als zu entspannt und leicht schleichend, ohne viel „Action“ und „Tamtam“. Nach der Pause gefiel mir das Stück dann immer besser. Es wurde spannender und dramatischer, sodass ich das Gefühl hatte, als wäre ich mitten auf der Bühne und ich erwischte mich immer wieder mit angespannter Körperhaltung und dramatischem Gesichtsausdruck.
Ich bin nach zwei Tagen immer noch fasziniert von der großartigen Leistung der Darsteller und besonders von Frau Wagner („Arabella“) – Tolle Stimme! Und ein Wahnsinn, wie man diese Stimme über mehrere Stunden, als wäre es keine Mühe, erklingen lassen kann! Eine sehr authentische Darstellung! Und das Orchester – einfach toll! Zwischendurch musste ich die Augen schließen, um einfach nur die Musik zu genießen.
Es war ein empfehlenswerter Abend und ein großartiges Erlebnis, das die absolute Neugier auf die Oper in mir geweckt hat!

Weitere Informationen über „Arabella“:
http://operamrhein.de/de_DE/repertoire/arabella.1047781

OpernscoutsKhatuna Ehlen
Sozialarbeiterin

Sicher war es ein großer Schritt, mit 20 Jahren die Heimat Georgien zu verlassen, um in Deutschland zu studieren und heute als Sozialarbeiterin in der Familienhilfe zu arbeiten. Ein kleiner dagegen, die Einladung zum Projekt „erlebte Oper…erlebter Tanz…“ anzunehmen und Opernscout zu werden. Trotzdem ist Khatuna Ehlen gespannt und aufgeregt. Ein einziger Opernbesuch in ihrer Heimat Georgien liegt vor ihrem Start als Opernscout. „Ich weiß noch nicht, was mich erwartet und ob es mir gefällt, aber ich bin ganz offen, neugierig und froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe.“

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