Khatuna Ehlen über b.25

van Manen_Two Gold_Variations_05_FOTO_Gert WeigeltZu William Forsythes „WORKWITHINWORK“:
Das Stück machte es einem, durch die ständigen Abbrüche von verschiedenen Episoden, nicht einfach. Es forderte immer wieder neue Aufmerksamkeit von mir und inspirierte mich aufs Neue. Die Abbrüche in der Musik und im Tanz übertrugen sich auf mich und meine Gefühle in dem ich immer wieder aus meiner Gänsehautstimmung herausgerissen wurde und mich wieder neu auf das Stück einlassen musste. Ein gelungenes Zusammenspiel zwischen der Musik, dem Tanz und den Lichteffekten. Ebenfalls gelungene Kombination der Kostüme und des Lichts, die den menschlichen Körper gut zur Geltung brachte: die Haut so natürlich und die Muskeln so faszinierend. Und nicht zu vergessen die wunderschöne Klänge der Violine – Gänsehaut pur!

Zu Sir Frederick Ashtons „SYMPHONIK VARIATIONS“:
Gut und erholsam platziert zwischen dem Ersten und dem Letzten Stück, leicht, harmonisch, klassisch und passend für die Zeit nach dem Krieg (Erholung). Die Musik – nicht zu sehr herausfordernd, angenehm und gut zum Entspannen.

Zu Hans Van Manens „TWO GOLD VARIATIONS“:
Sagenhafte Dynamik, experimentelle Klänge, Musik und Tanz auf dem Punkt gebracht! Tolle Kostüme, die durch die gelungenen Lichteffekte glitzerten, funkelten und die Lebendigkeit des Tanzes noch mehr betonten. Der Solotanz von Marlucia do Ameral und Alexandre Simoes übertraf alle Erwartungen – gefühlsvoll, wahnsinnige Körperbeherrschung, Athletik, Hingabe. Die Abwechslung durch den Gruppentanz brachte das Solo Paar noch mehr im Vordergrund und schaffte ein Spannungsbogen aus diesem Wechsel.

Insgesamt eine gute Zusammensetzung aller drei Stücke. Diese sowohl ballettgeschichtlichen als auch zeitlich unterschiedlichen Handschriften verlangten von mir als Zuschauer, immer wieder neue Aufmerksamkeit und faszinierten mich über den gesamten Abend. Ein wunderschöner und absolut empfehlenswerter Abend!

Weitere Informationen zu b.25:
http://operamrhein.de/de_DE/repertoire/b-25.1047795

OpernscoutsKhatuna Ehlen
Sozialarbeiterin

Sicher war es ein großer Schritt, mit 20 Jahren die Heimat Georgien zu verlassen, um in Deutschland zu studieren und heute als Sozialarbeiterin in der Familienhilfe zu arbeiten. Ein kleiner dagegen, die Einladung zum Projekt „erlebte Oper…erlebter Tanz…“ anzunehmen und Opernscout zu werden. Trotzdem ist Khatuna Ehlen gespannt und aufgeregt. Ein einziger Opernbesuch in ihrer Heimat Georgien liegt vor ihrem Start als Opernscout. „Ich weiß noch nicht, was mich erwartet und ob es mir gefällt, aber ich bin ganz offen, neugierig und froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe.“

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