Kathrin Pilger zu „L’elisir d’amore“

Lelisir_damore_03_FOTO_HansJoergMichelDer Premierenabend im Theater Duisburg am vergangenen Samstag stand ganz im Zeichen der leichten Unterhaltung: Eine unüberschaubare Menge von Gläsern hob und senkte sich glitzernd über der Bühne. Darunter spielte sich ein Liebesdrama ganz im Stil der Komischen Oper ab:

Nemorino liebt die schöne Adina, die ihn jedoch nicht beachtet. Stattdessen nimmt sie den Heiratsantrag des eitlen Offiziers Belcore an. Um die Liebe Adinas doch noch zu gewinnen, kauft Nemorino dem Quacksalber Dulcamare einen vermeintlichen Liebestrank ab, der sich schnell (und wenig überraschend) als einfacher Rotwein entpuppt, was der vermeintlichen Wirkung des Getränks erstaunlicherweise keinen Abbruch tut. Nach etlichen Ränkespielen und Verwirrungen finden Adina und Nemorino erwartungsgemäß am Ende doch noch zueinander.

Die fehlende Tiefe der Handlung und die Schablonenhaftigkeit der Figuren wurde durch die phantasievolle Inszenierung allemal wettgemacht: Die Sängerinnen und Sänger, allen voran die junge Sopranistin Luiza Fatyol als Adina, glänzten in ihren Rollen. Bruno Balmelli als Dulcamare war wie ein Straßenkünstler gleich komplett von den Haaren bis zu den Schuhspitzen mit Goldfarbe besprüht, ebenso der Tresen, hinter dem er sein Gebräu in verschiedenen Farben mischte und zum Kauf anbot. Die Hochzeitsgesellschaft brillierte in aufgeregter Heiterkeit, im zweiten Akt gar tänzelnd und in regenbogenfarbenen Kostümen, was die Leichtigkeit der Darbietung unterstrich. Sogar eine leicht von der Hand gehende Geburt der Braut war auf der Bühne zu sehen – wenn auch etwas anders als im richtigen Leben.

Gewohnt qualitätsvoll begleiteten die Duisburger Philharmoniker die Aufführung, bei der heitere Melodien im Vordergrund standen, tiefergehende Arien jedoch rar waren. Dass Georgy Vasiliev als Nemorino ausgerechnet bei der bekannten „Tränenarie“ Probleme mit der Stimme hatte, war etwas schade, trübte den positiven Gesamteindruck jedoch nicht wirklich.

So bleibt der Abend in angenehmer Erinnerung; das Stück bietet für Menschen, die bisher noch keine Berührung mit der Oper hatten, einen leichten Einstieg und ist daher empfehlenswert.

Weitere Informationen zu „L’elisir d’amore“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/l-elisir-d-amore.1045076

Opernscout Kathrin Pilger-2Kathrin Pilger
Landesarchiv NRW Duisburg

Kathrin Pilger ist Dezernatsleiterin für Öffentlichkeitsarbeit und Pressesprecherin beim Landesarchiv NRW in Duisburg. Sie hat großes Interesse an Kunst und Kultur, Oper und Ballett früher aber nur selten besucht. Seit sie beides als Opernscout begleitet, ist sie begeistert von beiden Genres. Einen Abend im Ballett oder in der Oper empfindet sie als erlebnisreich und spannend und oft ist sie auch emotional von der Musik und der Ästhetik des Tanzes berührt. Dieses Gefühl von Glück möchte sie an andere Menschen weitergeben.

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