Martin Breil zu „L’elisir d’amore“

Lelisir_damore_13_FOTO_HansJoergMichelBevor der Glühweingeruch des in Bälde nahegelegenen Weihnachtsmarktes die Flure des Duisburger Opernhauses erfüllen wird, war noch einmal Champagnerstimmung im großen Saal des Hauses tonangebend. Gaetano Donizettis „L’elisir D’amore“ sollte es sein.

Im Stile der opera buffa stellt sich im ersten Akt zu bester Samstagabend Sendezeit, bedingt durch die Kostümierung des Belcore in weißer Kapitänsuniform, rasch eine Stimmung a la „Traumschiff“ ein. Perlende Hochzeitsstimmung im 9 ½. Monat der Braut, die, im fortgeschrittenen Stadium ihre Schwangerschaft deutlich zu viel Alkohol konsumiert. Die Handlung ist transparent und durch gelegentlichen Blick auf die Übertitel unschwer zu verfolgen.

Der Stimmungswechsel zum zweiten Akt ist auffallend. Farblich aufeinander abgestimmte Kostüme und das bereits vielfach im Vorfeld beschriebene Bühnenbild, aus tausenden von vom Bühnenhimmel herabhängenden Gläsern, verfehlen ihre Wirkung nicht. Georgy Vasiliev`s „Una furtiva lagrima“ kommt, dank des reduzierten Bühnenbildes, wunderbar zur Geltung. Schade nur, dass die Kunststoffgläser, statt des erwarteten Gläserklingens, das Klappern von Campinggeschirr verbreiten.

Höhepunkt des Abends ist, neben den Duisburger Philharmonikern, die Leistung von Luiza Fatyol als Adina. Sie überzeugt durch ihre warme Stimme und ihre charmante Erscheinung. Ich stelle sie mir in weiteren Rollen z.B. als „Carmen“ vor, schaue ins Programm der DOR und werde angenehm überrascht…

Weitere Informationen zu „L’elisir d’amore“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/l-elisir-d-amore.1045076

Opernscout Martin Breil-1Martin Breil
Dipl. -Ing. für Hochbau

Martin Breil ist beschäftigt beim Bauaufsichtsamt der Stadt Duisburg. Neben seinem Interesse an den bildenden Künsten, hört er leidenschaftlich gern Jazz und klassische Musik, insbesondere mit den Duisburger Philharmonikern. Das Lauschen zu Opernklängen bedeutet für ihn ein Abheben in eine andere Dimension und das Abschalten von allem Belastenden des Alltags. Auch das Ballett fasziniert ihn: Wo kommen, außer in der freien Natur, Kraft und Ästhetik stärker zum Ausdruck als dort? Als Opernscout ist er dankbar, seine eigenen Eindrücke nach außen tragen zu dürfen, um dort Leser für einen Opern- oder Ballettbesuch zu begeistern.

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