Jessica Gerhold zu „L’elisir d’amore“

Lelisir_damore_10_FOTO_HansJoergMichelL’elisir d’amore…schon der Titel dieser Oper von Gaetano Donizetti fasst zusammen, wie ich zurzeit zur Oper stehe. Einige Wochen sind vergangen seit ich das letzte Mal vor der Sommerpause eine Oper in Duisburg gesehen habe und dies lies mich wieder skeptisch werden, ob ich wieder einen Zugang zu dieser Kunstform finden würde. Aber kaum hatte sich der Vorhang gelüftet und das Stück begann, war ich wieder im Bann. Dazu trugen ganz erheblich die stimmlichen und schauspielerischen Leistungen der Darsteller bei. Besonders hervorzuheben ist hier Luiza Fatyols Gesang als Adina der wohlklingend und fesselnd war.

Neben dem Gesang gab es immer wieder kleinere humorvolle Pointen für das Publikum, so z.B. der Bauch der Braut, auf deren Hochzeitsfeier wir uns während des Stückes befinden,  der kontinuierlich runder wird, aber auch der Gang ins Publikum des Liebestrank-Verkäufers Dulcamara schaffte amüsante Überraschungsmomente.

Neben der darstellerischen einwandfreien Präsentation muss ich aber in demselben Atemzug das Bühnenbild hervorstellen, …welch eine beeindruckende kreative Idee hier umgesetzt wurde… Hunderte von Sektgläsern an Fäden von der Decke hängen zu lassen und diese in so vielen Varianten während des Stückes zu nutzen, um die unterschiedlichen Stimmungen auf der Bühne maßgeblich zu unterstützten und den Raum zu verändern, von Partystimmung, über Eleganz zu Romantik, weckte jedes Mal ein „Ah-Erlebnis“ im Publikum.

Ich fühle mich wie schon vor einem Jahr mit der heiteren „Zirkusprinzessin“, als hätte mir jemand einen Liebestrank für die Oper eingeflößt. Ein leichter stimmungsvoller Abend.

Weitere Informationen zu „L’elisir d’amore“:
http://operamrhein.de/de_DE/repertoire/l-elisir-d-amore.1045076

Opernscout Jessica Gerhold-1Jessica Gerhold
Gymnasiallehrerin

Jessica Gerhold ist gebürtige Duisburgerin und arbeitet als Gymnasiallehrerin. Von jeher hat sie sich für das Theater interessiert.  Bei ihrer Berufung zum Opernscout war sie eher skeptisch, ob sich ihre bisher eher distanzierte Haltung zu Oper und Ballett verändern würde. Nach ihrer ersten Spielzeit sind die Zweifel verflogen. Sie ist stolz auf das, was in ihrer Heimatstadt geleistet wird und hofft, dass sich zukünftig viel mehr Menschen von der Leistung der Künstler live faszinieren lassen.

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