Stefanie Wallace über „Die Zirkusprinzessin“

DieZirkusprinzessin_12_FOTO_HansJoergMichelEin bunter verzaubernder Abend mit viel Lametta! Auf dem Weg durch das Foyer zur Operette „ Die Zirkusprinzessin“ begrüßen einen Clowns, die auf einmal, wie aus dem Nichts sich unter das Publikum mischen! Mir wird klar, ich war schon lange nicht mehr im Zirkus – die Vorfreude steigt!

Die Clowns sind ein fester Bestandteil der Inszenierung von Josef E. Köpplinger. Ihre Pantomime und tölpelhaftes Herumstolpern in der Manege erwecken ein Gefühl von Verzweiflung und Sinnlosigkeit für die trotz allem Glamour, sehr ernsten Themen des Stückes, die im subtil mitschwingen.

Die Clowns als Zeichen für das Überschreiten von Grenzen in der Gesellschaft werden zu Spöttern der Realität. Einer Realität, die ihr Augenmerk viel zu sehr auf Image und Prestige legt, statt auf die Gefühle und „inneren Werte“ eines Menschen zu schauen. So bricht auch für die Fürstin Fedora eine Welt zusammen als ihr Gatte seine Maskerade fallen lässt und sich „nur“ als der Zirkusreiter entpuppt. Obwohl doch sicher jedes kleine Mädchen schon mal davon geträumt hat eine Prinzessin zu sein? Bei der Fürstin Fedora sieht es zunächst anders aus, denn sie ist anfänglich nicht besonders glücklich mit ihrer neuen Rolle als „Zirkusprinzessin“.

So sind die Worte des Mister „X“ wohl allzu wahr:

„Ob Kostüm, Uniform, was macht es? Offizier, Komödiant, was macht es? Was man ist, was man war, selbst der feinste Husar, wird ein Narr, wenn das Leben will.“ 

Soviel zur Handlung, die eingebettet war in ein glitzerndes Bühnenbild mit vielen funkelnden Lichtern und sehr passenden Kostümen. Die Rollen sind toll besetzt und ein angenehmes Wechselspiel von gesprochen Dialogen und kraftvollem Gesang, vor allem durch die starke Stimme des Tenors Wolfgang Schmidt, unterstreichen die Charaktere.

Das Publikum konnte ganz in die Poesie und den Zauber des leuchtenden Zirkus eintauchen.

Der Wiener Schmäh mit seinem humorvollen Unterhaltungen war mir sehr sympathisch und hat die Operette authentisch gemacht.

Manege frei für die Kunst des Lebens, voller Unordnung und Chaos. Freuen Sie sich auf einen farbenfrohen Abend mit vielen liebevollen Details!

Weitere Informationen zu „Die Zirkusprinzessin“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-zirkusprinzessin.1045078

OpernscoutsStefanie Wallace
Yogalehrerin

Die studierte Modedesignerin arbeitete im Design und Einkauf, bevor sie ihre Leidenschaft für Yoga zum Hauptberuf machte. Ihren Unterricht besuchen Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein; deren Ausstrahlung und Körperlichkeit animierten sie zu einem ersten Ballettbesuch, dem viele weitere folgten: „Was ich beim Ballett am Rhein in den letzten zwei Jahren erleben durfte, hat mich extrem beeindruckt.“ Als Opernscout freut sie sich jetzt auch auf neue Erfahrungen und Inspirationen im Bereich der Oper.

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s