Julia Kulig über „Turandot“

TURANDOT_10_FOTO_Hans_Joerg_MichelPuccinis Oper Turandot dreht sich um das gern aufgegriffene Thema Liebe. Kalaf verliebt sich in die chinesische Prinzessin Turandot, die jedem bisherigen Werbenden durch das Stellen von Rätseln (die bei Nichtlösen mit dem Scharfrichter beantwortet werden) abwehren konnte. Turandot tritt hart auf, versucht auch Kalafs Werben zu entgehen. Als er jedoch die von ihr vorgegebenen Rätsel löst, zeigt sie weiterhin den Wunsch alleine zu bleiben, da sie die Aspiranten nicht prüfen sondern in eine tödliche Falle locken will. Kalaf stellt ihr im Gegenzug selbst ein Rätsel, gibt ihr hierdurch die Möglichkeit, der Heirat zu entgehen. Am Ende legt er sein Leben in Turandots Hände, um sie von seiner Liebe zu überzeugen.

Inszeniert ist das Stück von Huan-Hsiung Li – einem aus Taiwan stammenden Regisseur. Er setzt hierbei eine Vielzahl unterschiedlicher Symbolebenen ein: Bühnenbild, Videoprojektionen im Hintergrund, die Kleidung der Schauspieler, die Klänge. Als Zuschauer müssen wir zeitweise entscheiden, auf welche Ebene wir gerade achten wollen.

Besonders genossen habe ich an diesem Abend die Musik, immer wieder schloss ich die Augen, um den Klängen zu lauschen. Die Untermalungen des Orchesters, die eindringlichen Stimmen der Sängerinnen und Sänger und der Chor konnten mich nachwirkend begeistern. Auch die Gänsehaut bei einzelnen Arien werde ich nachhaltig in Erinnerung behalten.

Handlung, Chor, Sänger, Orchester, Bühnenbild, die Art der Inszenierung – vieles davon war für mich an diesem Abend besonders und hat mich diesen Abend sehr genießen lassen.

Weitere Informationen zu „Turandot“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/turandot.1047784

Opernscout Julia Kulig-2Julia Kulig
Musiktherapeutin

In ihrer Arbeit als Musiktherapeutin setzt sich Julia Kulig mit ihren Patienten therapeutisch und kreativ mit dem Medium Musik auseinander. Daher freut sie sich, seit der Spielzeit 2014/15 als Opernscout Ballett- und Opernstücke besuchen und den Blickwinkel in Richtung anderer musikalischer und tänzerischer Ausdrucksformen erweitern zu können. Sie schätzt den Austausch mit den anderen Scouts sehr und ist gespannt, was sie in der neuen Spielzeit erwartet.

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