Max Ohagen über „Don Carlo“

Oper muss ein bisschen weh tun

DonCarlo_11_FOTO_HansJoergMichelEine sensationelle, grandiose Don Carlos-Inszenierung habe ich am Premieren-Samstag in der Oper erlebt. Stimmig bis ins kleinste Detail: Fantastische Stimmen, charismatische Protagonisten, die wundervolle Musik von Verdi, ein umwerfendes Bühnenbild und traumhafte Kostüme. Selten habe ich etwas so großartiges erlebt. Mit der Handlung hatte ich dann doch so meine Schwierigkeiten. Dass das Glück dann doch nicht auf Erden zu finden sei, sondern nur im Tode im Paradies, tat mir gegen Ende ziemlich weh. Irgendwann fühlte ich mich beklemmt und eingeengt. Nicht zuletzt weil meine beiden Sitznachbarn ihre Ellbogen in meine Seiten pressten, woran die viel zu enge Bestuhlung ihren Teil dazu beiträgt. Doch Schluss mit dem Gejammer.

Die Hochachtung vor diesem einzigartigen Gesamtkunstwerk und der Genuss dieses Opernabends hat mich dann doch alles Leid vergessen lassen. Oper muss halt auch ein bisschen weh tun, denn Sie gibt auch viel.

Weitere Informationen zu „Don Carlo“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/don-carlo.1047756

OpernscoutsMax Ohagen
Inhaber Manufattura

Während die Kunden seiner „Manufattura“ „Keramik selbst bemalen“, erzählt Max Ohagen ihnen von seinen aktuellen Opern- und Balletterlebnissen – jedenfalls dann, wenn er seinen Laden früh genug verlassen konnte, um pünktlich im Opernhaus zu sein. Offen und neugierig auf das Zusammenspiel von Musik, darstellender und visueller Kunst gibt er gern seine Eindrücke und Empfehlungen weiter.

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