Martin Breil und Viktoria (5) über „Die Schneekönigin“

„Kannst´st nicht sehen, kannst´st nicht hörn, mußt es mit dem Herzen spühr´n.“

SCHNEEKOENIGIN_11_FOTO_Hans_Joerg_MichelDas ist die Botschaft, die den Besucher der neuesten Familienoper der DOR durch die Vorstellung begleitet. Gerda und Kay, die beiden Hauptpersonen, singen das Thema in ihrem Rosenlied und beantworten damit schon das Rätsel nach der Ewigkeit, das die Schneekönigin nicht zu lösen vermag.

Marius Felix Lange hat das Märchen von Hans Christian Andersen im Auftrag der DOR vertont und zugleich den Text dazu geschrieben. Das Ergebnis ist eine abenteuerliche Reise, die bis in den hohen Norden zu den finnischen Lappen, bei denen schon einmal ein Pfeife rauchendes Rentier in der Sauna anzutreffen ist, hinein in das eisige Reich der Schneekönigin führt. Da dürfen freche Trolle und elfengleiche Blumenmädchen nicht fehlen.

Die Musik ist anspruchsvoll und das Bühnenbild, sowie die Kostüme, so liebevoll und phantasievoll gestaltet, dass meine kleine Begleiterin abwechselnd vor Begeisterung vom Sitz hüpft oder ein wenig Schutz suchend auf Mamas Schoß krabbelt. Am Schluss sind wir alle begeistert und froh, dass Gerda den Kay aus dem Eispalast befreit hat und der Sommer wieder da ist. Die 90 Min. ohne Pause hat Viktoria sehr gut verkraftet und bei der anschließenden Premierenfeier eifrig Autogramme gesammelt.

Mich hat das „Laura Ashley“ Ambiente im Haus von Gerda und Kays Großmutter ein wenig gestört, aber diese Produktion ist ein Muss für alle, die nicht bereit sind, ihre Phantasie an der Kinokasse abzugeben und sich von irgend einem Animationsfilm berieseln zu lassen. Die Besucher der Vorstellung waren offenbar der gleichen Meinung und spendeten jubelnden Applaus.

Weitere Informationen zu „Die Schneekönigin“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-schneekoenigin.1047767

Opernscout Martin Breil-1Martin Breil
Dipl. -Ing. für Hochbau

Martin Breil ist beschäftigt beim Bauaufsichtsamt der Stadt Duisburg. Neben seinem Interesse an den bildenden Künsten, hört er leidenschaftlich gern Jazz und klassische Musik, insbesondere mit den Duisburger Philharmonikern. Das Lauschen zu Opernklängen bedeutet für ihn ein Abheben in eine andere Dimension und das Abschalten von allem Belastenden des Alltags. Auch das Ballett fasziniert ihn: Wo kommen, außer in der freien Natur, Kraft und Ästhetik stärker zum Ausdruck als dort? Als Opernscout ist er dankbar, seine eigenen Eindrücke nach außen tragen zu dürfen, um dort Leser für einen Opern- oder Ballettbesuch zu begeistern.

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