Khatuna Ehlen über b.28

Wunderschöne Klänge der Violine in allen Stücken

b28_Different Dialogues_04_FOTO_Gert Weigelt

Mit b.25 und b.27 verwöhnt habe ich ungeduldig und gespannt auf b.28 gewartet und meine Erwartungen wurde auch dieses Mal übertroffen. Alle drei Stücke waren mit traumhaften Licht- und Schattenspielen sowie wunderschönen Klängen der Violine besetzt und hatten eine besondere Wirkung auf mich.

Das erste Stück „Esplanade“ von Paul Taylor fand ich persönlich zu hektisch. Die Ballettkenner sehen da sicherlich ganz andere Aspekte als ich,  auf mich wirkte das Stück aber eher wie hektisches Rumhüpfen kleiner Kinder. Nichtsdestotrotz hatte dieses Stück etwas von unbesorgter Kindheit und Leichtigkeit, was zum Anschauen natürlich nicht unangenehm war.

Bei dem zweiten Stück „Tenebre“ von Hubert Essakow war ich vollkommen begeistert. Bereits der Anfang mit den düster-roten Farbeffekten baute sich eine besondere Spannung auf und bereitete mich auf ein wunderschönes und genussvolles Ballettstück vor. Besonders beeindruckend fand ich die Silhouetten der Tänzer, die im Schatten (in der Finsternis) verschwanden und dann sich wieder im Licht zusammenfanden. Die erstklassige Körperbeherrschung wurde mit den perfekt angepassten Licht- und Schatteneffekten besonders kontrastiert. Auch wunderschön anzusehen war der abstrakte Wald als Bühnenbild, zusammen mit dem emotionsvollen Klang der Violine, der die gesamte Darstellung abgerundet hat.

Das dritte Stück „Different Dialogues“ von Nils Christe war ebenfalls ein Ballettstück der besonderen Art – wunderschön anzusehen, voller Spannung und Genuss. Auch hier bin ich von der besonderen tänzerischen Leistung der Darsteller gefesselt und mitgerissen worden. Die schönen Kostüme der Tänzer und die wunderschönen Bühnenbilder waren sehr gut und passend gewählt. Das Einzige, was mich gestört und etwas aus dem Stück gerissen hat, war das Scherbengeräusch, das den dritten und vierten Satz aus der Sinfonie Nr. 3 von Philipp Glass unterteilte.

Kurz gefasst hat die Premiere von b.28 meine Erwartungen übertroffen und war ein absolut genussvoller und empfehlenswerter Ballettabend.

Weitere Informationen zu b.28:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/b-28.1047785

OpernscoutsKhatuna Ehlen
Sozialarbeiterin

Sicher war es ein großer Schritt, mit 20 Jahren die Heimat Georgien zu verlassen, um in Deutschland zu studieren und heute als Sozialarbeiterin in der Familienhilfe zu arbeiten. Ein kleiner dagegen, die Einladung zum Projekt „erlebte Oper…erlebter Tanz…“ anzunehmen und Opernscout zu werden. Trotzdem ist Khatuna Ehlen gespannt und aufgeregt. Ein einziger Opernbesuch in ihrer Heimat Georgien liegt vor ihrem Start als Opernscout. „Ich weiß noch nicht, was mich erwartet und ob es mir gefällt, aber ich bin ganz offen, neugierig und froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe.“

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