Khatuna Ehlen über „Die lustigen Weiber von Windsor“

Ein fantastisches Erlebnis

LustigeWeiber_15_FOTO_HansJoergMichelEs ging los mit einem Wow-Effekt: Als das Leinwandbild von Caspar David Friedrich plötzlich teilweise durchsichtig wurde und sich in der Waldkulisse ein Mord ereignet. Danach die Empörung von Frau Fluth und Frau Reich über den Liebesbrief, den die beiden Damen vom selben Verehrer bekommen und die Planung des Racheakts gegen den „unverschämten Verführer“, aber auch den Mann von Frau Fluth, der seiner Frau ständig misstraut. Witzig aber auch voller Boshaftigkeit die beiden Damen. Neben der eigentlichen Geschichte steht die schöne Liebesgeschichte von der schönen Anna und dem treuen Fenton, die gegen den Willen von Annas Eltern hartnäckig an ihrer Liebe klammern und umeinander kämpfen. Auch stark ist die Rolle von Sir John Falstaff, der durch die Verführung wohlhabender Frauen versucht, an deren Reichtum zu gelangen.

Insgesamt ein sehr schöner und amüsanter Premierenabend, gesättigt mit den spannenden Racheplänen von Frau Fluth und Frau Reich, der Ahnungslosigkeit der Männer, die sich selbst den Frauen überlegener fühlen, der schönen Liebesgeschichte von Anna und Fenton, den vielen witzigen und ironischen Sprüchen, dramatischen Entwicklungen, der ein oder anderen tollen Stimme, gute schauspielerische Darbietung, hübsche Kostüme und Bühnenbilder natürlich gefolgt von hochmodernen und professionellen Lichteffekten, die mich ohnehin über die ganze Spielzeit fasziniert haben.

Fazit: Witzig, ironisch, leicht und doch ernst, tiefgründig und dramatisch zugleich.

Weitere Informationen zu „Die lustigen Weiber von Windsor“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-lustigen-weiber-von-windsor.1047802

OpernscoutsKhatuna Ehlen
Sozialarbeiterin

Sicher war es ein großer Schritt, mit 20 Jahren die Heimat Georgien zu verlassen, um in Deutschland zu studieren und heute als Sozialarbeiterin in der Familienhilfe zu arbeiten. Ein kleiner dagegen, die Einladung zum Projekt „erlebte Oper…erlebter Tanz…“ anzunehmen und Opernscout zu werden. Trotzdem ist Khatuna Ehlen gespannt und aufgeregt. Ein einziger Opernbesuch in ihrer Heimat Georgien liegt vor ihrem Start als Opernscout. „Ich weiß noch nicht, was mich erwartet und ob es mir gefällt, aber ich bin ganz offen, neugierig und froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe.“

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