Marion Hörsken über b.26

Unfassbar schön getanzt

Ballett am Rhein Düsseldorf / Duisburgb.26 Dark Elegies ch.: Antony TudorNach einigen Jahren der „Ballett-Abstinenz“ freute ich mich sehr auf den Ballettabend mit b.26, mein erster Besuch in der Deutschen Oper am Rhein.
Als erstes stand Bournonville Divertissement auf dem Programm. Das Stück beinhaltet den bekannten Pas de six und die Tarantella aus „Napoli“. Die Tänzerinnen – in wunderschönen pastellfarbenen Kleidern – tanzten die verspielten Tanzsequenzen aus dem 19. Jahrhundert. Ein leichter, fröhlicher Einstieg in den Ballettabend.
Mit gemischten Gefühlen erwartete ich den zweiten Teil mit dem Titel „Dark Elegies“. Antony Tudor ließ sich von der Musik von Gustav Mahler inspirieren, nämlich von dessen „Kindertotenliedern“. Die Bewohner eines Dorfes haben sich zusammengefunden, um den Tod ihrer Kinder zu beklagen. Der unfassbare Schmerz und die tiefe Trauer breitet sich vor den Augen des Publikums aus und ist so greifbar, dass man wirklich mit leidet. Bewegend, berührend, unfassbar schön getanzt. Der Bariton Dmitri Vargin sitzt am Bühnenrand auf einem Hocker, als ob er alles kommentieren würde. Rundum beeindruckend.
Der dritte Teil von b.26 ist das Stück „One“, des aus Australien stammenden Choreographen Terence Kohler auf die Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68 von Johannes Brahms. Als Metapher wählte Kohler die verschiedenen Stadien eines Sturms: von der sprichwörtlichen „Ruhe vor dem Sturm“ über das Toben im Inneren bis zu der Kraft eines Sturms, der vorüber zieht und von der plötzlichen Ruhe danach. „One“ ist ein großartiges Tanzerlebnis, teilweise sind rund 30 Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne – ganz stark.

Weitere Informationen zu b.26

Marion Hörsken
IHK Düsseldorf

Als Geschäftsführerin der Abteilung Industrie, Innovation und Umwelt bei der IHK Düsseldorf will Marion Hörsken dazu beitragen, dass Düsseldorf und die Region ein attraktiver Wirtschafts- und Industriestandort bleibt. Mit der „Langen Nacht der Industrie“ brachte sie – damals als Geschäftsführerin der Gesellschafts­initiative Zukunft durch Industrie e. V. – ein Leuchtturmprojekt in Sachen Industrieakzeptanz auf den Weg. Jetzt wird die Industrie- auch zur Kultur-Botschafterin und startet mit großem Ballett-Interesse und Neugier auf die Oper in unser Projekt.

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