Max Ohagen über „Otello“

Blackout

Ein Mann dreht durch, weil er seinem Bauchgefühl nicht vertraut. Das passiert häufiger als man denkt – doch selten ist eine solche Geschichte musikalisch so faszinierend untermauert, wie in der  Oper „Otello“ von Giuseppe Verdi.
Solisten, Chor, Orchester, Bühne, Kostüme, Licht – eine schwarze Inszenierung für alle Sinne. Das Publikum überwiegend in schwarz, die vielleicht gewollte Statisterie in dieser Aufführung im lichtarmen „Guckkasten“ wo schwarz und ganz wenig weiß die Bildsprache dominiert. Das Bühnenbild lässt der Phantasie des Betrachters und Zuhörers unendlich viel Spielraum.
Zeitlos und immer aktuell ist der Kampf mit dem inneren und äußeren Dämon. Vertraue ich meiner Intuition oder lasse ich mich verführen? Optimistisch möchte ich diese wundervolle Opernpremiere ausklingen lassen. Das Lied ,,Each man kills the thing he loves“, was durchaus passend wäre, ist dann doch nur was für Pessimisten. Mehr davon!

Weitere Informationen zu „Otello“ 

Max Ohagen
Inhaber der Keramik-Werkstatt „Manufattura“
„Ich bin berauscht und fange an zu lieben.“ So fasst Max Ohagen seine erste Saison als Opern- und Ballettscout zusammen. Während die Kunden seiner „Manufattura“ „Keramik selbst bemalen“, erzählt der Architektur- und Kunstliebhaber ihnen von seinen aktuellen Opern- und Balletterlebnissen – jedenfalls dann, wenn er seinen Laden früh genug verlassen konnte, um pünktlich im Opernhaus zu sein. Offen und neugierig auf das Zusammenspiel von Musik, darstellender und visueller Kunst gibt er gern seine Eindrücke und Empfehlungen weiter.

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