Maren Jackwerth über „Otello“

Ein Stück, das unter die Haut geht

otello_05_foto_hansjoergmichelUraufgeführt wurde sie 1887 in Mailand, eine Oper von Verdi in vier Akten sehr sinnig entstanden aus Shakespeares „The Tragedy of Othello, the Moor of Venice“. Serena Farnocchia und Alexander Krasnov brillierten als Desdemona und Jago. Gerade der Jago war extra aus Russland eingeflogen worden und überzeugte durch seinen besonderen gehässigen Auftritt. Ein wirklich äußerst beeindruckendes, sehenswertes Stück hat mich in seinen Bann gezogen. Bis hin zum Mord an Desdemona im 4. Akt konnten die Zuschauer diese irre Wandlung von Otello hin zum Wahnsinnigen erleben. Das Düstere wurde unterstrichen durch das stark reduzierte Bühnenbild und die komplett schwarzen Kostüme. Das Zusammenspiel von Licht, Schatten und der Dunkelheit, perfekt vom Lichtdesigner inszeniert, tragen dazu bei, diese schaurige Welt intensiv erlebbar zu machen. Die Reduziertheit spiegelt sich in allem, einzig das Taschentuch, das Brautkleid und das Messer als notwendige Requisiten hoben dieses auf. Der Zuschauer weiß von Anfang an um die Macht Jagos und erlebt wissend, wie Otello immer mehr zum Hasser mutiert. Dessen schwarzes Gesicht, einmal als Mohr, aber auch als Zeichen der bösen Macht unterstreicht dieses noch. Und dann wirkte natürlich auch noch die Musik Verdis. Der musikalische Leiter Axel Kober hat hier das Orchester prunkvoll in Szene gesetzt. Ein Stück, das wahrlich unter die Haut geht.

Weitere Infos zu „Otello“

Maren Jackwerth
Anwältin
Die in Düsseldorf ansässige Rechtsanwältin, Mediatorin und Stiftungsmanagerin betreibt eine Kanzlei an der Königsallee und entwickelt Kommunikationslösungen im Bereich Corporate Social Responsibility und Kunst. Um das soziale Engagement von Unternehmen mit dem der gemeinnützigen Organisationen zu verbinden, hat Maren Jackwerth das Rheinische Stifterforum gegründet. Bildungsförderung auch im kulturellen Bereich ist ein Schwerpunkt des Netzwerks.

 

 

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