Marion Hörsken über „Turandot“

Turandot – Zwischen Traum und Realität

Das Drama um die kaltherzige chinesische Prinzessin, die ihre Verehrer gnadenlos köpfen lässt, wenn sie das ihnen auferlegte Rätsel nicht lösen, hat mich sehr angesprochen.
Am beeindruckendsten fand ich den koreanischen Tenor Yonghoon Lee als Prinz Kalaf, wunderbar und voller Seele gestaltete Anke Krabbe die Sopran-Partie der Liù. Der Chor der Deutschen Oper am Rhein singt nicht nur atemberaubend schön, auch in Massen-Choreografien hat er eine große Präsenz. Beeindruckend.
Nicht unerwähnt bleiben dürfen die Prunkkostüme und das teilweise scherenschnittartige Bühnenbild – all das hat mich sehr begeistert. Ich würde mir sehr gerne die Kostüme und Hutkreationen von Nahem anschauen, denn da hat der Bühnenbildner zusammen mit den Schneidern großartige Arbeit geleistet. Auch die Farben der prächtigen Kostüme von Turandot selber waren toll!
Immer wieder präsent war eine junge Frau im weißen Kleid, die – so fand ich später heraus – einen Traum hat. Um diesen Wechsel zwischen Traum und Realität zu ermöglichen, setzte der Regisseur Stilmittel ein, die Bezüge zur Gegenwart herstellen: Regenschirme erinnern an die „Umbrella Revolution“ 2014 in Hongkong. Das regte in der Tat zum Nachdenken an, über das, was derzeit in der Welt passiert – nicht nur in China.
Spannend fand ich auch, dass die Inszenierung in Taiwan aufgeführt werden wird, wenn das neue Kulturzentrum der Hafenmetropole Kaohsiung im Süden des Landes eröffnet wird. Ein gigantisches Gebilde aus Oper, Theater, Konzerthaus und Kongresshalle für 6000 Menschen!

Weitere Informationen über „Turandot“

Marion Hörsken
IHK Düsseldorf
Als Geschäftsführerin der Abteilung Industrie, Innovation und Umwelt bei der IHK Düsseldorf will Marion Hörsken dazu beitragen, dass Düsseldorf und die Region ein attraktiver Wirtschafts- und Industriestandort bleibt. Mit der „Langen Nacht der Industrie“ brachte sie – damals als Geschäftsführerin der Gesellschafts­initiative Zukunft durch Industrie e. V. – ein Leuchtturmprojekt in Sachen Industrieakzeptanz auf den Weg. Jetzt wird die Industrie- auch zur Kultur-Botschafterin und startet mit großem Ballett-Interesse und Neugier auf die Oper in unser Projekt.

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