Tolles Zusammenspiel zwischen Menschen, Musik und Animation

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Petruschka – FOTO: Hans Jörg Michel

Christiane Hain über den Doppelabend ,,Petruschka/L’Enfant Et Les Sortilèges“

Nachdem mich nun die Inszenierung der Zauberflöte durch die Bühne 1927 schon mehrfach begeistert hat, war ich gespannt, wie diese beiden Stücke, die ich gar nicht kenne, interpretiert werden und wie hier das Zusammenspiel zwischen Menschen, Musik und Computeranimation umgesetzt werden.

Man fühlte sich bei Petruschka von Anfang an in den Trubel eines Jahrmarktes hineingezogen. Die vielen bunten Bilder, die für einen Jahrmarkt schrägen Typen und Tiere werden perfekt durch die Animation umgesetzt. Die Idee Akrobaten, die Rolle der Jahrmarkt Puppen übernehmen zu lassen, ist überraschend, aber perfekt. Es entstehen hierdurch wunderschöne Bilder und Interaktionen mit dem animierten Film. Beeindruckend fand ich die Szenen mit dem Trampolin bei dem Petruschka scheinbar zeitgleich mit den Hunden auf dem Jahrmarkt springt, in der Tasche einer Jahrmarktbesucherin Karussell fährt oder mit einer Rakete abhebt. Die Geschwindigkeit der Musik wird exakt auf den Film und die Bühne übertragen. Tolle Verschmelzung von Orchester und Bildern.

Bei der Kinderoper vom bösen, unartigen Kind wird Animation, Mensch und Musik auch wieder phantasievoll verbunden, aber das Stück zieht an einem wie ein böser Traum vorbei ohne die Wirkung des ersten Stückes zu entfalten. Das Lesen der Untertitel bzw. Übertitel, da diese an der oberen Seite der Bühnen erscheinen, empfand ich als schwierig und es störte ein wenig den Gesamteindruck.

Wenn man sich diese Aufführung anschaut, sollte man Plätze weiter hinten wählen, um einen umfassenden Eindruck zu erhalten.

28.09.2018, DU Duisburg , Opernscouts Deutsche Oper am Rhein , Opernplatz.


Christiane Hain
Application Managerin

Christiane Hain arbeitet im IT-Bereich einer Bank in Köln. Sie ist in der Neckarstraße Duisburg aufgewachsen – in Sichtweise des Theaters, das ein fester Bestandteil im Familienleben war: Die Großmutter, die Eltern, die Schwester und sie selbst – alle waren regelmäßige Theaterbesucher. Mit einigem Abstand nähert sich die Duisburgerin jetzt wieder der Oper und dem Ballett und freut sich auf ihre neue Aufgabe als Opernscout

 

 

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