Und über allem ein Regenbogen…

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Markus Wendel über die Premiere von Richard Wagners ,,Götterdämmerung“

Richard Wagners Götterdämmerung auf einem rostigen Frachtkahn auf dem Rhein. Darauf hat die Welt gewartet. Das Regiekonzept von Dietrich W. Hilsdorf finde ich vielfältig und unterhaltsam. Brünnhilde sitzt strickend am Weihnachtsbaum, es wird gemordet, Heroin konsumiert, Fahrrad gefahren, Flaggen werden verbrannt, der Chor trägt Karnevals-Garde-Uniform, und dazu gibt es Krähen im Surround-Sound. Das mag für viele Leute streitbar sein, aber seit dem letzten Ring in Bayreuth weiß ich, was auch sonst alles funktionieren kann. Ich selbst bin immer dankbar für neue Bilder und Sichtweisen auf ein Werk.

Klar im Vordergrund stand für mich die musikalische Qualität am Premierenabend in Düsseldorf. Axel Kober trieb die Düsseldorfer Symphoniker zur Höchstleistung und baute hiermit das Fundament für eine durchgängige Spannung und Emotionalität. Er dirigierte klar, akzentuiert und unglaublich dynamisch. Respekt. Und auch der Gesang bescherte mir so einige Gänsehautmomente. Neben der unfassbaren Bühnenpräsenz von Linda Watson und Hans-Peter König erlebte ich eine bis in die Nebenrollen wunderbare Besetzung. Brünnhilde, Hagen, Siegfried, Gunther und Co. sangen und spielten, als ob es kein Morgen mehr geben würde. Wahnsinn.
Ich schreibe diesen Text einen Tag nach der Vorstellung, und ich muss sagen, ich bin nachhaltig beeindruckt.

Eine kurze und verrückte Geschichte am Rande: Meine allererste Oper war tatsächlich die Götterdämmerung. Vor fünfzehn Jahren, auch hier in Düsseldorf, und mit Linda Watson als Brünnhilde.

Ich freue mich auf den Ring-Zyklus in Düsseldorf im kommenden Jahr!

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Markus Wendel
Feuerwehrmann in Düsseldorf

Als neuer Scout folgt Markus Wendel in der Spielzeit 2018/19 frühen Spuren seiner Opernbegeisterung: Seine erste Begegnung mit Richard Wagners „Götterdämmerung“ hatte er 2003/04 im Düsseldorfer Opernhaus, und schon damals begeisterte ihn Linda Watson als Brünnhilde. Als Feuerwehrmann der Landeshauptstadt Düsseldorf kümmert sich Markus Wendel um die strategische Planung und Einsatzorganisation. Ganz besonders schätzt er seine Dienste im Opernhaus: Als Brandsicherheitswache beobachtet er die Aufführung dann von der Seitenbühne aus. „Ich mag das Gewusel hinter den Kulissen“, sagt der 39-Jährige. Was ihn aus dieser Perspektive besonders anspricht, schaut er sich gern noch einmal mit Freunden oder der Familie aus dem Zuschauerraum an.

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