Mit der Götterdämmerung schließt sich der Kreis

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Mit der „Götterdämmerung“ schließt sich der Kreis/“DER RING“

Das Bühnenbild, das Schiff auf dem Rhein – mal mit Nebel, mal ohne – war stimmig.
Die Kostüme – in den Farben der „Clan-Zugehörigkeit“ zugeordnet, war auch stimmig.
Es gab ein paar Bilder, die einfach nur lächerlich waren:
Brünnhilde strickend unter dem Weihnachtsbaum???
Die Gäste im Karnevalskostüm mit Funkemariechen peinlich.
Dazu Kirmesbeleuchtung und Bier. Die Marke werde ich nicht verraten.
Was sollte das?

Nichts ist von den Göttern übriggeblieben – man muss auch niemandem eine Träne nachweinen. Die Macht des Gottes Wotan war auf Raub – an der Weltesche,  Diebstahl und List an  Alberich um ihm das Gold zu entreißen – aufgebaut. (Auch er ein Dieb, hat er doch das Gold den Rheintöchtern geraubt.
Siegfried: aufgewachsen ohne Liebe, Kultur und Wissen, nur mit der Aufgabe betraut, das Schwert zu schmieden und zu gebrauchen, damit Wotan seine Macht behält.
Hagen: aufgestachelt durch den Hass seines Vaters konnte sich davon nicht befreien.

Der Psychologische Aspekt:
Hass „vererbt“ sich über Generationen, wenn nicht einer diesen „Brauch“ durchbricht. Brünnhilde hätte das Zeug gehabt die Familie/die Welt zu verändern aber alleine gegen soviel Gier, Hass und Dummheit ist das nicht zu schaffen.

Mit Schwerter und Waffen, lässt sich kein Konflikt lösen. Wann wird der Mensch das begreifen, dass man mit Gewalt nichts erreichen kann. Wie immer muss die Einsicht in der kleinsten Zelle – der Familie – beginnen.

Die Erkenntnis, dass die Götter schlimmer sind als die Menschen ist auch erschreckend! Aber vielleicht sind die Menschen und die Götter EINS.

Das Begräbnis von Siegfried lässt hoffen, es werden alle Fahnen, der letzten Epochen mit ihm begraben (beginnend mit der französischen Fahne natürlich auch die Nazi-Fahne bis hin zur deutschen Fahne) es bleibt eine Weiße Fahne. Ein Neuanfang.

Für mich ein sehr bewegender und aufwühlender Abend, der mich sicherlich noch einige Zeit beschäftigen wird. Dank und Glückwunsch an alle wunderbaren Sängerinnen und Sänger, an die Düsys und an Axel Kober.

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Jenny Ritter
Tai-Chi-Lehrerin

Jenny Ritter ist Lehrerin für verschiedene Entspannungstechniken und die chinesische Kampfkunst „Tai-Chi Chuan“. In ihrer Arbeit ist ihr der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Bewegung besonders wichtig. Schon durch ihren ersten Lehrmeister, der ihr eine sehr tänzerische Art des Tai-Chi vermittelte, entwickelte sich auch ihre Begeisterung für das Ballett. Seitdem  sie in der Spielzeit 2016/17 „Das Rheingold“ gesehen hat, ist Jenny Ritter nun auch ein Fan von Wagners „Ring“ und freut sich diesen als Opernscout in Düsseldorf abschließen zu können.

 

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