„Angst“ vor Wagner genommen

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Anja Spelsberg über die Premiere von Wagners „Götterdämmerung“

Nach nun drei von vier Stücken des Rings kann ich sagen, dass mir die Düsseldorfer Oper mit ihrer Aufführung die „Angst“ vor Wagner genommen hat. Als Opern-Neuling darf man sich ruhig trauen und wird musikalisch weder erschlagen, noch enttäuscht.
Lediglich das Bühnenbild der „Götterdämmerung“ hat mich dieses Mal nicht überzeugt. Der meiner Meinung nach übertriebene Bezug zur Stadt hat den Ablauf des Stückes mehr gestört als unterstützt. Die abgehalfterten Funkenmariechen und die Kirmesbeleuchtung hätte man sich sparen können.
Aus Sicht einer Sozialpädagogin war die Szene in der Gudrune sich auf der Bühne den Arm abbindet und einen Schuss setzt natürlich interessant, nur gab es danach keine Auflösung der Situation. Was dies mit dem Rest des Stückes zu tun hat bleibt mir schleierhaft.

Opernscouts 2018 / 2019Anja Spelsberg
Sozialpädagogin
Anja Spelsberg ist Sozialpädagogin in der ambulanten Familienhilfe der Landeshauptstadt Düsseldorf. Sie berät und unterstützt Eltern und hilft Familien im Zusammenleben, dabei ist sie besonders in Düsseldorfs sozialen Brennpunkten unterwegs. Das allererste Interesse an der Oper weckte ihre Großmutter mit gemeinsamen Opernbesuchen. Auch in ihrer zweiten Spielzeit als Scout freut sie sich, ihre Begeisterung mit anderen Besuchern zu teilen und mit den Opernscouts über die Inszenierungen zu diskutieren und auszutauschen.

 

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