Ein scheinbar nicht enden wollender Abend

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Myriam Kasten über die Premiere von Richard Wagners „Siegfried“

Als ich las, dass Siegfried 5,5 Stunden dauern wird graute es mir ein wenig vor diesem Abend. Nie zuvor habe ich so lange in einem Theaterstück gesessen. Nun denn, ich habe mich ihm gestellt. Gleich zu Anfang erfuhren wir, dass Corby Welch (Siegfried) aufgrund von Krankheit nicht die volle Leistung bringen wird, sich aber dennoch entschieden hatte den Premierenabend nicht platzen zu lassen. Dafür hat er von mir die größte Hochachtung verdient, denn mit Hinblick auf dieses sehr lange Stück hat er, wenn auch hier und da geschwächelt, eine gute Leistung gebracht. Der erste Aufzug war direkt sehr anstrengend für mich. Ich kam nur sehr schwer in die Story hinein. Die Philharmoniker haben alles gegeben und mir hat die Musik wirklich sehr gut gefallen. An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht es wäre ein Konzert und keine Oper. Cornel Frey in seiner Rolle als Mime hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Der zweite Aufzug in dem Siegfried den Fafner erlegt, war sehr kurzweilig und zu weilen auch amüsant. Der dritte Aufzug hingegen verlangte meiner Konzentration alles ab. Es hat gefühlt eine Ewigkeit gedauert bis Siegfried sich traute Brünhilde zu erwecken und ebenso noch eine weitere Ewigkeit bis die Beiden sich vereinen. Brünhildes Stimme war für mich in Teilen nicht erträglich. Mein Fazit des Abends ist, ich werde mir bestimmt Wagner nochmal als Konzert anhören, aber eine solch lange Oper ist für mich persönlich nichts, ich frage mich wirklich, wer sich sowas freiwillig antut.

19.09.2018, DU Duisburg , Opernscouts Deutsche Oper am Rhein , Opernplatz.

Myriam Kasten
Projektmanagerin Tourismus bei Duisburg Kontor GmbH

Die gelernte Fotografin hat die Liebe zu ihrer Heimatstadt zum Beruf gemacht: Als Projektmanagerin im Bereich Tourismus gibt sie ihre eigene Begeisterung für die Stadt an Besuchergruppen weiter. Für sie ist das Theater Duisburg einer der großen Anziehungspunkte der Stadt. Hier hat sie schon als Kind viel Zeit verbracht – häufig nahmen sie die Eltern ins Theater mit. Ballettunterricht und das eigene Tanzen verstärkten die  Begeisterung für Musik und Tanz, besonders für die Choreographien von Youri Vàmos.

 

 

 

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