Außergewöhnlicher Genuss

© Tonhalle Düsseldorf / Susanne Diesner Fotografie

Jürgen Ingenhaag über die Premiere der konzertanten „Götterdämmerung“

Ein großes Dankeschön für das Geschenk einer konzertanten „Götterdämmerung“!  Abgesehen vielleicht von Loriots Version „Der Ring an einem Abend“ oder den von Friedmann Dreßler bearbeiteten „Symphonischen Ring“ für ein Philharmonisches Konzert im Mai 2009, kommt man selten in den Genuss, Richard Wagners Musik im Konzertsaal zu erleben.

Jetzt wurde also die ganze „Götterdämmerung“ mit festlich gekleideten Opernsängern konzertant dargeboten. Zuerst meint man einen solch langen Abend ohne die entsprechenden Bühnenbilder und Beleuchtung nicht überstehen zu können. Heraus aus dem engen Orchestergraben und hinauf auf die große Bühne der Mercatorhalle hatten die Duisburger Philharmoniker die Chance, in einer großen Besetzung und mit fantastischen Darstellern dieses Werk zu spielen.

Oft schließt man in der Oper unwillkürlich die Augen, genießt die magische schöne Musik und phantasiert sich gar seine eigenen Bilder. Man sieht, wie der Ring des Nibelungen von Siegfried (Corby Welch) an Brünnhilde (Alexandra Petersamer) wechselt. Oder den furchteinflößenden Hagen alias Sami Luttinen als den intriganten Meuchelmörder. Höhepunkt ist, wie der verfluchte Ring den Rheintöchtern zurückgegeben wird und ganz Walhalla abfackelt, – da bleibt kein Auge trocken…

Oder war das die Sprinkleranlage? Nein, wir befinden uns in der Mercatorhalle. GMD Axel Kober verharrt in Stille und tobender Applaus und stehende Ovationen beenden diesen außergewöhnlichen Konzert-Opern-Abend, dessen Zeuge wir sein durften.

 

19.09.2018, DU Duisburg , Opernscouts Deutsche Oper am Rhein , Opernplatz.

Jürgen Ingenhaag
Vorstandsmitglied der Musikalischen Gesellschaft Rheinberg

Der Staatlich geprüfte Techniker für Druck und Medien qualifiziert sich zurzeit zur Fachkraft für Arbeitssicherheit. Im Vorstand der Musikalischen Gesellschaft Rheinberg organisiert klassische Konzerte in der Stadt am Niederrhein. Daneben spielt er Gitarre in der Rheinberger Band ,,Die Zauberlehrlinge‘‘. Mit Rock- und Popmusik ist er aufgewachsen – sie hat ihn geprägt und trotzdem nicht daran gehindert, ein großer Freund der Oper zu werden; einer, der sogar auch die Bayreuther Festspiele besucht. Im Theater Duisburg freut er sich nach „Rheingold“ und „Walküre“ in dieser Spielzeit auf die Fortsetzung von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“.

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s