Die Oppulenz des großen Gatsbys

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Sandra Christmann über die Premiere von „Pique Dame“

Bämm, schon das Opening der 50er Jahre Kostüme geht so extrem in Vorkasse, dass  nichts folgen könnte, was diese Impression schwächt. Aber sie kann gesteigert werden und das wird sie. Ich muss das hier jetzt mal sagen: Was für sensationelle, perfektionistische Kreationen und Choreografie der Kostüme.

Oppulent, dekadent, commedia dell’arte at it’s best – ein großes Kompliment an Ursula Kudrna! Genrewechsel, epochengetreu und so großartig interpretiert.
Es ist nicht zu toppen. Jedes Detail, inklusive Maske, jedes Accessoire – ist perfekt und macht Spaß – ein Augenfest! Jeder Kostümwechsel und dessen Inszenierung erinnert an die Oppulenz des großen Gatsbys.

Und dann das Bühnenbild. Spontan erinnert es an den nordischen Pavillon in den Guardini auf der Biennale in Venedig und an die Jeff Walls „Morning Cleaning“ des Mies van der Rohe Baus – und so sieht es aus – wie ein Mies van der Rohe Entwurf. Großartig. Mit dem Pool in der Mitte. Chapeau Bärbl Homann.
Kostüme und Bühnebild sind für mich eine Eins mit Sternchen.

Dass ich eher der visuelle Typ bin, zeigt sich darin, dass ich Stunden über Kostüme und Bühne schreiben könnte und in diesem Fall die Inszenierung, die mir durchaus gefallen hat, nicht in dieser Ausführlichkeit beachten kann.

Pique Dame von Tschaikowsky – sehr umfangreich. Keine Längen, eine wunderbare, schöne Komposition.
Eine tolle Besetzung, aber herausragend für mich: „Die Gräfin“, Hanna Schwarz. Eine besondere Stimme, die nicht schmettert, sondern unaufdringlich Präsenz schafft mit einer unvergleichlichen Stimmfarbe. Als Laie kann ich es mehr nicht interpretieren, aber sie macht Freude.
Wirklich gewachsen im Rahmen der Inszenierung ist Lisa, anfangs noch unscheinbar und auch recht unattraktiv in ihrer gesamten Präsenz, wird sie zunehmend einnehmender, gewinnender und reißt dann die gesamte Aufmerksamkeit an sich.
Fast wie eine Metarmorphose entwickelt sich die junge Frau in die Grande Dame.
Beeindruckend.

Mein Fazit: Pique Dame: Absolut „Sehens“-wert!!

Christmann_Sandra_Foto2_Andreas_EndermannSandra Christmann
 Head of Strategic Alliances

Sandra Christmann liebt Düsseldorf, ihre Wahlheimat, und die Kunst. Sie engagiert sie sich bei ArtFair Internantional GmbH. Strategische Allianzen sind ihr Kernthema. Für die Kunst pflegt sie zahlreiche Kontakte, um mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Medien innovative Formate und Kooperationskonzepte zu entwickeln. Neben dieser Arbeit hat sie ein Hilfsprojekt in Kenia ins Leben gerufen. Ihr Netzwerktalent, die Liebe zur Kunst und zum Schreiben nutzt sie jetzt auch als Opernscout.

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