Kurzweiliger Opernabend mit wunderschöner Musik

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Jürgen Ingenhaag über „Pique Dame“

In der Oper „Pique Dame“ von Peter Tschaikowsky will Herrmann durch das Kartenspiel zu Reichtum gelangen. Der Wunsch des Dazugehörens und die Tatsache des Ausgestoßenseins bieten reichlich Stoff auch für eine Hollywood-Kulisse. Es hat mir sehr gefallen, wie Lydia Steier das russische Meisterwerk inszeniert hat. Da ist alles drin, was einen spannenden und abwechslungsreichen Opernabend ausmacht: Bunt und verrückt mit vielen Darstellern und Statisten in der Pool-Szene des 1. Akts, als Maskenball und Spiel im Spiel mit vielen Andeutungen im 2. Akt oder düster psychologisch im letzten Akt.

Dass sich der Träumer Hermann á la Woody Allen in ein unscheinbares Mauerblümchen verliebt, ist nicht ungewöhnlich. Als sich jedoch herausstellt, dass diese die Enkelin der steinalten und steinreichen Gräfin und zudem an den Fürsten Jeletzki vergeben ist, fangen seine Probleme erst an… Eine Meisterleistung von Sergej Khomov, der den zunehmend wahnsinnigen Hermann beklemmend spielt und auch stimmlich in allen Facetten überzeugt.

Ist es im wahren Leben bei den Spielsüchtigen nicht auch so? Der Besessene verleugnet sogar seine Liebe. Das Theaterpersonal empfiehlt die Originalvorlage von Alexander Puschkin zu lesen, bei der der Protagonist im Irrenhaus landet. „Pique Dame“ verspricht einen kurzweiligen Opernabend mit wunderschöner und leidenschaftlicher Musik. – Und die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Aziz Shokhakimov bringen diese Leidenschaft herüber.

Duisburg, Opernscouts
© Norbert Prümen

Jürgen Ingenhaag
Fachkraft für Arbeitssicherheit

Als Vorstandsmitglied der Musikalischen Gesellschaft Rheinberg organisiert Jürgen Ingenhaag klassische Konzerte in der Stadt am Niederrhein. Als Opernscout versteht er sich als „Botschafter für das Theater Duisburg“. Daneben spielt er Gitarre in der Rheinberger Band ,,Die Zauberlehrlinge“. Seine Leidenschaft für Rock- und Popmusik hat ihn nicht daran gehindert, ein großer Freund der Oper zu werden.

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