Ein intensives und bewegendes Erlebnis

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Sandra Christmann über die Premiere von „I puritani“

Bis auf  kurze Kostüm-Highlightmomente (Brautkleid Elviras und Kostüm der Königswitwe) sind eben diese das mit puritanischste an der Oper  – sonst eher nichts.

Doch natürlich der inhaltliche Rahmen, denn das gesamte Verlangen, die glühende Liebe, der Wahnsinn der Elvira sowie das Drama, die Tragik und die Spannung sind eingebettet in den historischen Kontext zur Zeiten der Puritaner.

Rolando Villazón hat die perfekte klassische Oper inszeniert und zu meiner großen Freude sie zu keinem Zeitpunkt mit irgendwelchen „modernen“ Stilfehlern versehen, sondern geradezu diszipliniert mit voller Qualität im Sinne einer großen Oper mit Belcanto, hervorragendem Orchester, großer schauspielerischer Qualität und allen Facetten des Liebesdramas kreiert. Großartiges Bühnenbild von Dieter Richter

Und die perfekte Besetzung:
Adela Zaharia – atemberaubend – das habe ich schon einmal geschrieben: sie hat eine so starke, ergreifende Bühnenpräsenz, die leider alle weiteren Protagonisten als Beiwerk erscheinen lässt.
Sie ist so unfassbar wandelbar als verirrte, verwirrte, liebeskranke, geistesauffällige Frau, fast ein Mädchen, zumindest als der grapschende Onkel Giorgio sich ihr so anbiedernd nähert.

Übrigens auch eine großartige Leistung, tolle Stimme von Bogdan Taloş!!!

Elvira fängt einen ein. Ich habe mit gelitten, hatte Sehnsucht, wünschte mir nichts mehr als Arturo zurück und war zutiefst bewegt, wenn sie in ihrem irren, verzweifelnden Wahnsinn, liebeskrank in wachen Momenten erneut in ihr Leid zurücksank.

So muss sich unerfüllte Liebe anfühlen.

Ich hatte eine Freundin als Begleitung mitgenommen, die vorher noch nie in der Oper gewesen ist und sie hatte definitiv keine Vorstellung was zu erwarten war.
Sie bedankt sich noch heute bei mir: „das war das Intensivste, was ich seit Langem erlebt habe, ich bin da in eine Welt geführt worden, die mich musikalisch und von der Inszenierung her in etwas Bewegendes hat eintauchen lassen, dass es meine Vorstellungskraft übertroffen hat“

(So in etwa waren ihre Worte und ich kann das voll und ganz nachvollziehen)

Sandra_Christmann

Sandra Christmann
Head of Strategic Alliances

Sandra Christmann liebt Düsseldorf und die Kunst. Sie engagiert sich bei ArtFair Internantional GmbH. Strategische Allianzen sind ihr Kernthema. Für die Kunst pflegt sie zahlreiche Kontakte, um mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Medien innovative Formate und Kooperationskonzepte zu entwickeln. Neben ihrer Arbeit engagiert sie sich für diverse Hilfsprojekte.
Sie liebt das Ballett und besuchte „just for fun“ manchmal die Oper, nun will sie „auch nach ihrer Zeit als Opernscout der Oper treu bleiben“.

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