„Eine bezaubernde Aufführung des Nussknacker-Balletts“

Dagmar Ohlwein über die Premiere „Der Nussknacker“ in Duisburg

Was für eine bezaubernde, verzaubernde Aufführung des Nussknacker Balletts; das war ein Abend im Duisburger Stadttheater, der nach meiner Meinung seinesgleichen sucht und mir eine wunderschöne weihnachtliche Einstimmung beschert hat.


Das Märchenballett „Der Nussknacker“ wird schon seit 1892 in der Vorweihnachtszeit in zahlreichen Theatern aufgeführt. Die Inszenierung von Demis Volpi und jungen ChoreographInnen begeisterte mich mit hervorragenden TänzerInnen, überaus phantasiereichen herrlichen Kostümen, einem wunderbar ideenreichen Bühnenbild.
Katharina Schlipf, so ist mein Eindruck, hat mit viel Liebe zum Detail, Sinn für Komik und großer Lust und Freude daran gearbeitet.
Paula Alves als Clara stellte in ihrem Tanz mit ihrer Leichtigkeit und Körpersprache perfekt die Verwandlung eines noch gerade spielenden Kindes zu einer Jugendlichen, die sich das erste Mal verliebt, dar. Ihre Liebe, in der Nussknacker-Rolle, auf hohem Niveau vertanzt von Gustavo Carvalho, war ideal besetzt. Ihm gelang die Darstellung eines hölzernen, kantigeckigen, Nüsse knackenden Kerls hin zu einem beweglichen Menschen ideal. Neben allen anderen hoch zu lobenden TänzerInnen gefiel mir außergewöhnlich gut der Tanz von Fritz, Claras Bruder. Evan L´Hirondelle überzeugte mich mit seiner tänzerisch kraftstrotzenden übermütigen Darstellung eines frechen Bruders. Ein großes Kompliment an alle Protagonisten, die Mitglieder der Familie Silberhaus, die Schneeflockenkönigin und ihre BegleiterInnen, die TänzerInnen des Blumenwalzers, der Lichterkette und der Cupcakes. Zu noch weiteren Glanz-und Höhepunkten gehörten für mich an diesem Abend der „spanische Tanz“ choreographiert von Neshama Nashman und der „Tanz der Mäuse“ vom Duo Nutrospektif. In meinen Augen sind die zusätzlichen jungen ChoreographInnen eine Bereicherung für das begeisternde von Demis Volpi choreographierte und inszenierte Nussknacker-Ballett.

Ein rundherum gelungener Abend, der bei mir noch weihnachtlich beschwingt nachklingt.

Dagmar Ohlwein
Rentnerin

Die Physiotherapeutin im Ruhestand nimmt sich Zeit für Kultur. Als Jugendliche lebte sie „direkt um die Ecke“ des Theaters Duisburg und hatte so schon immer viel Kontakt zur Kunst. Sie freut sich auf ein weiteres Jahr als Duisburger Opernscout.

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