Einfach Grandios

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Stefan Pütz über die Premiere von “ I puritani“

Rolando Villazón hat diese klassische Oper im“ Belcanto“ mit einem hervorragenden Orchester, großer schauspielerischer Qualität und allen Facetten des Liebesdramas inszeniert.
Ein großartiges passendes Bühnenbild, starke Chöre, passende „puritanische“ Kostüme,  phantastische Musik und eine hervorragende Besetzung konnten mich absolut überzeugen.
Die Handlung des Stücks ist „mager“ und sehr überschaubar – kann aber vernachlässigt werden… Adela Zaharia spielte die verwirrte, liebeskranke, verstörte Elvira, die Wandlungen und  Veränderungen nicht verstehen kann und dem Wahnsinn verfällt. Der Onkel  (Bogdan Talos), aber auch der junge Geliebte (Tenor Ioan Hotea) konnten mich auch an mancher Stelle gesanglich überzeugen.
Adela Zaharia ist jedoch für mich unschlagbar und jeder Freund der klassischen Oper sollte sie sehen  und hören wollen! Villazón ließ sich einige interessante Dinge einfallen, die eine bereichernde Ergänzung zu der doch sehr überschaubaren Handlung darstellten

… ein wirklich grandioser Abend!!

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Stefan Pütz
Inhaber von „Buch in Bilk“

Den Namen Stefan Pütz verbindet man mit „Buch in Bilk“, einer Buchhandlung in Unterbilk. Bei Kulturveranstaltungen ist er gern mit einem Büchertisch präsent, denn direkter Kontakt zu Kunden und persönliche Beratung sind ihm wichtig. Wichtig ist ihm jetzt – nach langer Abstinenz – auch wieder die Begegnung mit Oper und Ballett. Wagner Inszenierungen findet er grundsätzlich nicht sonderlich unterhaltsam, vom Ring am Rhein war er allerdings hellauf begeistert. Die Wagner Inszenierungen der Deutschen Oper am Rhein sind „besser als anderswo“.

Alles nur eine Frage der Kommunikation…

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Benedikt Stahl über die Premiere von „I puritani“

Zwischen den Jahren. Irgendwo in Nordholland. Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang bei dem der Blick bis zum Horizont und vielleicht auch ein wenig in das Dahinter die Stimmung prägt. Ein leckeres Abendessen mit einem guten Glas Wein.

„Hast Du eigentlich Deinen Operntext zu I Puritani schon geschrieben?“

„Nein, ehrlich gesagt noch nicht. Mit dem Weihnachtsfest und den vielen schönen und fröhlichen Begegnungen mit der Familie und Freunden gab es einfach noch keine Zeit dafür. Aber wo Du mich gerade fragst, was würdest Du denn so im Nachhinein sagen?“

„Na, ich würde zum Beispiel etwas über die sehr gute Musik schreiben. Die sehr schönen Arien und Duette. Adela Zaharia als Elvira, sie ist wunderbar! Bogdan Taloş als Sir Giorgio, der vom ersten Moment an so präsent ist. Günes Gürle als Lord Gualtiero Valton mit unglaublicher Tiefe. Der Chor und das Orchester, richtig stark!“

„Ja, das war wirklich eine beeindruckende Inszenierung und die Musik von Bellini zieht einen im Laufe des Abends immer mehr in ihren Bann, verzaubert geradezu!“

„Die Bühne fand ich auch toll! Die einfache Szene, das Licht, die Raumideen.“

„Nicht unbedingt ganz mein Höhepunkt und über die Plastikgewehre sehe ich mal lieber großzügig hinweg, das war überflüssiges Zeug. Das Schlichte aber und sowohl die düsteren Farben wie auch die Kostüme fand ich ganz stimmig.“

„Du hast Recht, die Musik war wirklich wunderschön. Die Handlung jedoch ziemlich verdreht, vor allem die Texte.“

„Allerdings, ziemlich verworrenes Zeug. Ähnlich abstrus wie die Wagnerschen Wortfantastereien. Als wir nach der Pause ganz vorne am Orchestergraben saßen, konnte man die Übertitelung ohnehin kaum noch lesen. Das war im Grunde auch vollkommen unnötig, die Dramatik der Klänge und die Bilder auf der Bühne sprechen für sich. Wenn man dann noch die Gelegenheit hat den Dirigenten Antonio Fogliano zu beobachten, mit welcher Hingabe und Inbrunst er das Stück leitet, dann ist jedes Wort überflüssig. Und was den Inhalt betrifft: Du würdest wahrscheinlich sagen, alles nur eine Frage der Kommunikation. Hätten die alle mal vernünftig miteinander geredet, hätte es mit Sicherheit kein solches Drama gegeben.“

„Das stimmt. Nur, was ist schon eine Oper ohne ein richtiges Drama?“

„In der Tat und ein wunderbarer Abend war es auch!“

In diesem Sinne, und passend zum Jahreswechsel, ein ganz großes Dankeschön an alle Beteiligten, insbesondere an Tanja Brill und ihre Mitarbeiter, die uns immer so nett betreuen, die Sänger, die Musiker, das Personal, die Opernleitung, allen, die dazu beitragen, dass so etwas möglich ist!

Von Herzen auch ein Dank an Judith, mit der ich schon so viele schöne Opernabende erleben durfte und deren Begleitung jede Aufführung einzigartig macht!

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Benedikt Stahl
Architekt und Professor an der Alanus Hochschule

Als selbständiger Architekt und Partner im Düsseldorfer Atelier Fritschi & Stahl hat Benedikt Stahl eine große Nähe zur Kunst: Was macht Stadtraum, was macht die Choreographie, die Dramatik der Räume aus? Zur Oper ist es da nicht weit. Wenn in einer Inszenierung alle komponenten gut zusammenkommen dann entsteht „ein großes Kunstwerk“ und in der Deutschen Oper am Rhein ist „immer was für einen dabei“. Besonders gefällt ihm die Vielseitigkeit von Oper und Ballett.

Ein beeindruckender Abend

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Karolina Wais über die Premiere von „I puritani“

Der Anfang der Oper wird durch ein stilles Schauspiel vollzogen, so dass ich mich komplett in das Bühnenbild verlieren kann. Das Bühnenbild ist fantastisch. Die Wände sind erstmal holzvertäfelt und von einem Klinker umrahmt. In der Mitte ist eine runde Öffnung. Es ist unverkennbar, dass hier gleichzeitig die Kirche und das Parlament repräsentiert wird.

Im Laufe des Stücks wird ersichtlich wie sehr das Bühnenbild durch Lichtspiele wandelbar ist. Die Lichteffekte unterstreichen gekonnt die Stimmung, die gerade auf der Bühne herrscht. Je nachdem ob es Trauer, Verzweiflung oder Freude ist.

Im zweiten Akt wird die Holvertäfelung von den Wänden entfernt, die Atmosphäre, die dadurch entsteht, unterstreicht Elviras Wahnsinn perfekt.

Am besten gefällt mir aber der Augenblick, in dem das Bühnenbild zum Teil hochgefahren wird und ein Wald dahinter zum Vorschein kommt. Wirklich atemberaubend, besonders wenn man nicht darauf vorbereitet ist.

Die Kostüme der Puritaner sind in schlichtem Schwarz gehalten, das Schwarz wird aber durch ebenfalls schwarze Ledereinsätze gebrochen. Die Schlichtheit der Kostüme der Puritaner unterstreicht die pompösen, vorwiegend in lila gehaltenen Kostümen der Royalisten. Die Kostüme fügen sich perfekt in das Bühnenbild ein.

Ich freue mich Adela Zaharia, die Elvira spielt erlebt haben zu dürfen. Ihre Stimme, ihre Körpersprache zeugt von Perfektion. So sehr, dass ich ihren Wahnsinn spüren und nachvollziehen kann, den Wahnsinn von ihrem Geliebten von jetzt auf gleich verlassen worden zu sein.

Das Stück ist für meinen Begriff schauspielerisch und gesangstechnisch tadellos besetzt, von jedem einzelnen Sänger bis hin zu dem Chor.

Das Orchester umrahmt die Vorstellung zusätzlich akustisch hervorragend und macht es zu einem beeindruckenden Opernabend, der zu Recht mit Standing Ovations gehuldigt wird.

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Karolina Wais
Steuerfachangestellte bei Selas Wärmetechnik GmbH in Ratingen

Karolina Wais ist großer Schauspielfan und wagt sich nun mit Offenheit und großem Interesse an die Kunstform der Oper heran. Sie lässt sich gerne überraschen und geht deshalb als „unbeschriebenes Blatt“ in Inszenierungen und informiert sich erst im Nachhinein über die tatsächliche Handlung der Stücke.
Jetzt freut sie sich auf ihre erste Spielzeit als Scout und darauf die Kunstformen Oper und Ballett näher kennenzulernen.

Ein genussvoller Abend

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Stefanie Hüber über die Premiere von „I puritani“

Die Premiere von „I puritani“ einer Oper in 3 Akten von Vincenco Bellini hat mir einen sehr genussvollen Abend beschert.  Die Inszenierung von Rolando Villazón war meines Erachtens nach sehr ansprechend und auch das nicht dem Original entsprechende Ende war äußerst gelungen.

Obwohl die Handlung der Oper mit 2 Sätzen erzählt ist und keine spannenden Wendungen bietet ( und das bei einer Länge von 3 Stunden!) habe ich mich keinen Moment gelangweilt.
Die einzelnen Szenen gingen fliessend ineinander über und es waren häufig sehr viele Darsteller auf der Bühne, so dass für den Zuschauer wenig Verschnaufpause blieb.
Jedoch empfand ich diese Tatsache nicht als überfrachtend, sondern dies führte zu einer Dynamik, die die Aufführung aufgrund des schon erwähnten Handlungsmangels sonst leicht als langatmig hätte erscheinen lassen.
Dadurch gab es jedoch viel zu entdecken und zu bestaunen und auch die in die Handlung eingebauten Umbauten geschahen spielerisch und fliessend.

Auch das Bühnenbild von Dieter Richter hat mir gefallen: Minimalistisch und doch nicht ZU cool,es unterstrich den puritanischen Gedanken ebenso wie die schlichten Kostüme, gestaltet von Susanne Hubrich.

Gesanglich überzeugte  die komplette Besetzung, doch vor allem die grandiose Besetzung der Elvira durch Adela Zaharia liess mich noch Tage später schwärmen, WAS FÜR EINE STIMME!!!

Sie besitzt auch viel schauspielerisches Talent und verkörperte dadurch die Rolle der, erst sehr mädchenhaften und später dem Wahnsinn verfallenden Elvira, großartig.

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Stefanie Hüber
Physiotherapeutin

Die Physiotherapeutin arbeitet überwiegend mit psychisch kranken Menschen und nutzt Musik als Mittel der Therapie. Sie sang im Kammerchor und lernte als Kind Klavier und Blockflöte zu spielen.
Die Oper wurde ihr als Kind von ihren Eltern „vermiest“ aber sie fand einen neuen Zugang zu ihr durch ihre Tochter, die Musik studierte. Inzwischen ist die Oper ebenso wie Rockkonzerte ein spannendes und regelmäßiges Highlight in ihrem Leben.

Belcanto als spannender Psycho-Krimi

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Helma Kremer über die Premiere von „I puritani“

Von Bellini hatte ich bereits die Norma gesehen. I Puritani kannte ich nicht und hatte entsprechend keine Vergleichsmöglichkeiten und auch keine Erwartungen. Lediglich, dass es eine der berühmtesten Belcanto-Opern ist, war mir bekannt. Und eigentlich ist Belcanto nicht unbedingt mein Lieblingsgenre.

Kurz vor der Aufführung höre ich mir die spannende Einführung von Chefdramaturgin Anna Melcher an. Sie beleuchtet aufschlussreiche Aspekte der Entstehungsgeschichte, insbesondere zum Libretto. Außerdem gibt sie, sehr subtil, wichtige Hinweise auf die psychologischen Besonderheiten der Inszenierung, auf die ich daher im Folgenden ein umso größeres Augenmerk legen werde.

Die Inszenierung, die ich dann in den folgenden dreieinhalb Stunden erleben darf, ist die beste Opern-Aufführung, die ich, seit meinem ersten Opern-Besuch, Humperdincks „Hänsel und Gretel“ vor über vierzig Jahren, in der Deutschen Oper am Rhein gesehen habe. Die Sänger und Sängerinnen sind überragend und überzeugen in gesanglicher Hinsicht ebenso wie mit schauspielerischen Fähigkeiten. Adela Zahira als Elvira übertrifft alle anderen. Auch Bühnenbild und Kostüme gefallen mir sehr gut (Gott sei Dank kein unnötiger Transfer ins Zeitgenössische).

Rolando Villazón und sein Team haben es geschafft, das als, zumindest in Teilen, missglückt und konstruiert geltende Libretto bzw. die brüchige Handlung als spannenden Psycho-Krimi zu inszenieren, der weder auf mich noch auf meine kompetente Begleitung (meine Schwester, die Musikerin in der Familie) an irgend einer Stelle bemüht oder peinlich wirkt. Die anderen Zuschauer und Zuschauerinnen scheinen ebenfalls enthusiastisch:  Derart begeistert habe ich das Düsseldorfer Opern-Premieren-Publikum noch nicht erlebt.

Die Handlung wird vorrangig aus dem Blickwinkel von Elvira geschildert. Ebendiese Fokussierung auf ihre Perspektive verleiht dieser typischen Frauenfigur des 17. Jahrhunderts, die – im Gegensatz zu den männlichen Figuren – zur Passivität verdammt ist, und nur abwarten kann, welche Entscheidungen die handelnden Männer um sie herum treffen, eine Präsenz, die beeindruckt.

Auch die Darstellung der Hauptfiguren als vielschichtige und facettenreiche Charaktere überzeugt. Auf Schwarz-Weiß-Malerei wird durchweg verzichtet. Elviras Wahnsinn kündigt sich bereits vor Arturos vermeintlichem Treuebruch an. Eine mögliche  – und nur angedeutete – Ursache ist  sexueller Missbrauch seit der Kindeit/Jugend. Diese Zeichnung der Figur scheint mir plausibler als die gängige Darstellung, die in Arturos Verrat den alleinigen Anlass für Elviras geistige Umnachtung sieht.

Die Aufführung wird vom Publikum gefeiert! Verdienter, langanhaltender Applaus und nicht enden wollende „Bravo“-Rufe für Sängerinnen und Sänger, musikalische Leitung und Regie.

Irritiert bin ich in den folgenden Wochen von den Kritiker-Rezensionen, die die Inszenierung durchweg negativ(er) beurteilen und sich in ihrem Lob auf die musikalischen Leistungen beschränken. (Allerdings habe ich bisher nur Online-Rezensionen von männlichen Kritikern lesen können.)

Diese Inszenierung von Rolando Villazón in Düsseldorf darf man sich als Opern-Fan nicht entgehen lassen. Und wer noch kein Opern-Fan ist, wird es vielleicht nach dem Besuch dieser Aufführung.

Helma_Kremer

Helma Kremer
Leiterin „Market Development“ bei der Düsseldorf Tourismus GmbH

Helma Kremer arbeitete nach ihrem Studium an der Heinrich-Heine-Universität zunächst an der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Nach einem. Voluntariat im Bereich „Marketing/Presse“ beim Düsseldorfer Schauspielhaus übernahm sie 2006 den Bereich „Kulturmarketing“bei der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH. Durch ihre Großeltern kam sie bereits als Kind mit der Oper in Kontakt, ihre erste Aufführung im Opernhaus war „Hänsel und Gretel“. Dennoch interessiert sie sich eigentlich eher fürs Ballett, als für die Oper. Sie freut sich in ihrer ersten Spielzeit als Opern- und Ballettscout auf die regelmäßigen Theaterbesuche

Ein intensives und bewegendes Erlebnis

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Sandra Christmann über die Premiere von „I puritani“

Bis auf  kurze Kostüm-Highlightmomente (Brautkleid Elviras und Kostüm der Königswitwe) sind eben diese das mit puritanischste an der Oper  – sonst eher nichts.

Doch natürlich der inhaltliche Rahmen, denn das gesamte Verlangen, die glühende Liebe, der Wahnsinn der Elvira sowie das Drama, die Tragik und die Spannung sind eingebettet in den historischen Kontext zur Zeiten der Puritaner.

Rolando Villazón hat die perfekte klassische Oper inszeniert und zu meiner großen Freude sie zu keinem Zeitpunkt mit irgendwelchen „modernen“ Stilfehlern versehen, sondern geradezu diszipliniert mit voller Qualität im Sinne einer großen Oper mit Belcanto, hervorragendem Orchester, großer schauspielerischer Qualität und allen Facetten des Liebesdramas kreiert. Großartiges Bühnenbild von Dieter Richter

Und die perfekte Besetzung:
Adela Zaharia – atemberaubend – das habe ich schon einmal geschrieben: sie hat eine so starke, ergreifende Bühnenpräsenz, die leider alle weiteren Protagonisten als Beiwerk erscheinen lässt.
Sie ist so unfassbar wandelbar als verirrte, verwirrte, liebeskranke, geistesauffällige Frau, fast ein Mädchen, zumindest als der grapschende Onkel Giorgio sich ihr so anbiedernd nähert.

Übrigens auch eine großartige Leistung, tolle Stimme von Bogdan Taloş!!!

Elvira fängt einen ein. Ich habe mit gelitten, hatte Sehnsucht, wünschte mir nichts mehr als Arturo zurück und war zutiefst bewegt, wenn sie in ihrem irren, verzweifelnden Wahnsinn, liebeskrank in wachen Momenten erneut in ihr Leid zurücksank.

So muss sich unerfüllte Liebe anfühlen.

Ich hatte eine Freundin als Begleitung mitgenommen, die vorher noch nie in der Oper gewesen ist und sie hatte definitiv keine Vorstellung was zu erwarten war.
Sie bedankt sich noch heute bei mir: „das war das Intensivste, was ich seit Langem erlebt habe, ich bin da in eine Welt geführt worden, die mich musikalisch und von der Inszenierung her in etwas Bewegendes hat eintauchen lassen, dass es meine Vorstellungskraft übertroffen hat“

(So in etwa waren ihre Worte und ich kann das voll und ganz nachvollziehen)

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Sandra Christmann
Head of Strategic Alliances

Sandra Christmann liebt Düsseldorf und die Kunst. Sie engagiert sich bei ArtFair Internantional GmbH. Strategische Allianzen sind ihr Kernthema. Für die Kunst pflegt sie zahlreiche Kontakte, um mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Medien innovative Formate und Kooperationskonzepte zu entwickeln. Neben ihrer Arbeit engagiert sie sich für diverse Hilfsprojekte.
Sie liebt das Ballett und besuchte „just for fun“ manchmal die Oper, nun will sie „auch nach ihrer Zeit als Opernscout der Oper treu bleiben“.

Musikgenuss und wirre Geschichte

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Sassa von Roehl über die Premiere von „I puritani“

Bellini kam es in seiner 1835 uraufgeführten Belcanto Oper „I Puritani“ wohl eher darauf an, seine Musikideen umzusetzen, als eine nachvollziehbare und spannende Geschichte zu erzählen. Genau dies spürt man auch bei der gegenwärtigen Inszenierung in der Deutschen Oper am Rhein durch Rolando Villazón.
Als Zuhörerin schwelge ich im musikalischen Wohlgefühl herrlicher Stimmen und harmonischer Melodien. Solisten und Chor begeistern mich ohne Ausnahme.

Die Handlung allerdings macht mich eher nervös. Was hat mir die Auspeitschung und der Pranger zu sagen? Was hat die Frau verbrochen, die eine Tafel mit einem Kreuz um den Hals bekommt? Die Hauptfigur Elvira kommt mir von Anfang an in einer dominanten Männerwelt alleingelassen und hilflos vor. Sie wirkt kindlich naiv mit ihrem Kopfkissen. Die Rolle des Onkels erschließt sich mir nicht. Elvira weicht seinen Annährungsversuchen immer wieder aus, fordert ihn jedoch auf, sie Tochter zu nennen. Er eröffnet ihr schließlich, dass sie den Mann ihrer Träume heiraten darf, obwohl er aus dem politisch feindlichen Lager kommt. Elvira jedoch zeigt keine übermäßige Freude, wie eigentlich zu erwarten wäre. Ihre Gestik passt deshalb für mich nicht zu dieser frohen Nachricht. Sie ringt mit den Händen und hält sich die Finger an die Schläfe, wie in einem melodramatisch übertriebenen Helene Courths-Mahler Film. Dabei wird sie doch erst später verrückt, als ihr Bräutigam sich kurz vor der Hochzeit entschließt, seiner Pflicht als treuer Royalist nachzukommen und die Königin zu retten. Dann allerdings wiederholen sich genau diese Gesten im Übermaß wieder. Nun bekommt auch Elvira eine Tafel mit Kreuz um den Hals und ich folgere, dass nun auch sie aus der Gemeinschaft der Puritaner ausgestoßen wird, wie die Dame im ersten Akt. Man nimmt ihr die Tafel ab, aber Elvira zieht es vor, dass auch jeder erkennen kann, dass sie von Sinnen ist und hängt sich die Tafel wieder um. In diesem ganzen Durcheinander kommt Arturo mit der Königin zurück und ich freue mich auf das Happy End, aber es kommt nicht und ehe ich begreife, was da eigentlich passiert, ist die Oper zu Ende!

Mein Fazit lautet deshalb, ein absolut lohnender akustischer Genuss, bei dem man die Handlung weder zu ernst nehmen darf noch sie durchdringen muss. Man sollte sich zurücklehnen, dann und wann die Augen schließen und der herrlichen Musik lauschen.

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Dr. Sassa von Roehl
Social Campaining / Dozentin an der Heinrich-Heine-Universität

Dr. Sassa von Roehl engagiert sich für Zivilcourage und berät Gemeinnützige Projekte im Bereich PR. Als kulturinteressierte besucht sie oft das Theater Duisburg. Sie ist großer Martin Schläpfer Fan, im Bereich Oper allerdings eher ein „interessierter Neuling“. Gespannt startet sie nun in ihre erste Spielzeit als Scout für Oper und Ballett in Düsseldorf.

Frauen-Power par excellence

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Markus Wendel über die Premiere von „I puritani“

Es gibt Abende, die einem ganz deutlich im Gedächtnis bleiben. Die vergangene Premiere zu Vincenzo Bellinis Oper „I puritani“ im Düsseldorfer Opernhaus konnte bei mir mit gefühlter Leichtigkeit einen dieser besonderen Plätze einnehmen.
Dabei ist die Musik Bellinis eigentlich gar nicht so mein Fall. Zu verspielt, zu schnell und zu wenig musikalisch ausgedrücktes Drama sind Attribute, die mit sogleich auf der Zunge liegen. In Kombination mit einer herausragenden Besetzung und der wirklich ambitionierten Produktion konnte ich die Oper, deren Musik mir vor dem Besuch bereits bekannt war, jedoch ganz neu erleben.

Rolando Villazón stellt hier eine bemerkenswert frische, lebendige und zugleich tiefgründige Inszenierung auf die Beine, wie ich es in dieser Intensität zuletzt bei „Roméo et Juliette“ erlebt habe. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht schreiben, um dem geneigten Leser die vielen überraschenden Momente nicht vorweg zu nehmen. Aber eins sei gesagt: Bis hin zum Ende wird dem Zuschauer eine Regie-Arbeit dargeboten, auf die das Düsseldorfer Haus wahrhaft stolz sein darf. Bereits beim Besuch der Opernwerkstatt (dort war die komplette Generalprobe zu sehen) konnte sich jeder ein Bild von der schier unerschöpflichen Energie machen, die in Herrn Villazon steckt, und wie er diese auf das Produktionsteam überträgt.

Die wahrhaften Heldinnen dieses Abends sind für mich Adela Zaharia und Sarah Ferede. In ihren Rollen als Elvira und Enrichetta singen und spielen sie die gesamte Männerschaft sowie den Chor in Grund und Boden. Und dies sage ich gleichauf mit der Feststellung, dass der Premierenabend mit der wahrscheinlich besten und stimmigsten Gesamt-Besetzung einherging, die ich bislang in Düsseldorf erleben durfte. Mein Applaus gilt somit allen Beteiligten, wobei die beiden Damen unangefochten die ersten Plätze einnehmen.

Ich konnte als Opernscout schon für viele Veranstaltungen meine Empfehlung aussprechen, „I puritani“ möchte ich Ihnen jedoch ganz besonders ans Herz legen!

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Markus Wendel
Sachbearbeiter für Brand- und Katastrophenschutz

Markus Wendel ist schon seit langem Opernfan. Seine erste Begegnung mit Wagners „Götterdämmerung“ hatte er im Jahr 2003 im Düsseldorfer Opernhaus und war sehr begeistert.
Durch die vergangene Spielzeit als Opernscout haben sich sein „Horizont und Empfinden erweitert“. Überrascht war er davon, dass die Ballettinszenierungen 2018/19 ihn sogar mehr faszinierten als die Operninszenierungen.

Musikalischer Genuss, unpassende Action auf der Bühne

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Hubert Kolb über die Premiere von “ I puritani“

Rolando Villazón als Opernregisseur steht für perfekte Unterhaltung, das war meine Erinnerung an Villazóns erste Regiearbeit an der Düsseldorfer Oper, Don Pasquale.

Da muss „I puritani“ eine echte Herausforderung gewesen sein: I puritani steht für schöne Belcanto-Arien (oder ein Duett), aber fast ohne Handlung auf der Bühne. Also erfand der Regisseur zusätzliche Aktionen auf der Bühne. Dieser war ein Kirchen/Parlaments/Burginnenraum (von Dieter Richter) mit unzähligen Türen, damit der Chor schnell einströmen konnte, oder Einzelpersonen hier auftauchen und da verschwinden konnten. Dazu eine Auspeitschung, ein fahrbarer Pranger, ein fahrbares Gestell für Maschinengewehre und mehr. Vieles passte nicht zum Text, manchmal war es dennoch kurzweilig, dann aber wieder ablenkend.

Ansonsten zeigten sich das Ensemble und die Gäste von ihrer besten Seite. Der Chor war großartig. Adela Zaharia als Elvira ab dem zweiten Akt ebenfalls großartig, mit tollem Körperausdruck und passender Personenregie, der Belcanto-Tenor Ioan Hotea fast fehlerfrei. Der Bass von Bogdan Taloş als Sir Giorgio eine Ohrenweide. Der Zusammenklang mit den sehr gut kontrollierten Duisburger Philharmonikern unter Antonino Fogliani gelang ganz außergewöhnlich gut.

Fazit: Rolando Villazon steht für Entertainment auf hohem Niveau, und das war hier einschließlich der musikalischen Leistung wirklich so. Da war man bereit, die Übertreibungen an Bühnenhandlung zu akzeptieren, und auch den ungewöhnlichen Schluss, der das Hollywood-Happyend verdarb. Dieser Schluss erinnerte an eine ähnlich unerwartete Schlussszene von Roméo et Juliette, damals ausgedacht von Regisseur Philipp Westerbarkei.

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Dr. Hubert Kolb
Professor für Immunologie/Diabetologie im Ruhestand

Als Biologe und Immunologe hat Hubert Kolb am Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf zu Mechanismen und Therapien des Kinder- und des Erwachsenendiabetes geforscht und gearbeitet. Vorsorge und Umgang mit der Krankheit beschäftigen ihn auch noch im Ruhestand. Den Weg zur Oper fand Hubert Kolb im Studium in München – eine „Zauberflöte“ in Spitzenbesetzung begeisterte ihn nachhaltig. Mittlerweile findet er genügend Zeit, die Oper regelmäßig zu besuchen und Vieles neu kennen zu lernen. Auch das Ballett am Rhein, das ihm unter Martin Schläpfer unerwartet gut gefällt.

Belcanto – ein wahrhaftig schöner Gesang

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Michael Langenberger über die Premiere von „I puritani“

Wie das Stichwort Belcanto schon sagt: Auf den Gesang kommt es an.

Dass Adela Zaharia das Genre beherrscht wie kaum jemand anderer, hat sie uns schon im vergangen Jahr als Maria Stuarda perfekt demonstriert. So umgarnt sie uns auch dieses Jahr in I puritani als Elvira mit ihren Belcanto-Künsten. Mir gefallen dabei ganz besonders die Passagen, in denen ihre Stimmdynamik – das Laut und Leise – sich z.B. in den Gesang des Chorgesangs einbettet und/oder hervorhebt. Dazu dann auch noch ihre hingebungsvolle Schauspielkunst. Sie allein ist schon ein Kunstwerk.

Gleiches gilt für den Chor der Düsseldorfer Oper. Ein Chor, mit schauspielerischen Qualitäten. Beides auf höchstem Niveau. Wirklich ein Genuss.

Doch auch die männlichen Hauptrollen sind wunderbar besetzt. Bogdan Taloş (Sir Giorgio), Ioan Hotea (Lord Arturo Talbot) und Jorge Espino (Sir Ricardo Forth) liefern, jeder für sich genommen, bestes Belcanto gepaart mit schauspielerischer Hingebung ab.

Liegt es daran, dass man für die musikalische Leitung Antonino Fogliani als Vincenzo Bellinis Landsmann und Spezialist für das Genre das Dirigat übergeben hat? Es kommt offenbar alles musikalisch Gute zusammen. Was hier was oder wen beflügelt, ich vermag es nicht zu sagen. Es geht zu Herzen, was man mit den Ohren hört.

Aufwendig ist das Bühnenbild zwar, doch ist es mir insgesamt zu düster. Sicherlich, zu Puritanern passt ein düsteres, eher schwarz/weisses Bühnenbild. Doch wenn das Auge durch den Auftritt von ein paar wenigen Soldaten in farbigen Uniformen schon Entspannung findet, scheint mir das düstere übertrieben. Die Qualitäten der Beleuchter schafften es oft auch nicht das Bühnenbild spannender zu machen. Außerdem fand ich die zahlreichen Aktivitäten und die Anzahl an Personen auf der Bühne – der gesamte Chor, plus einer enormen Menge an speilenden Statisten, plus die Solisten – unübersichtlich und der Belcanto-Idee abträglich.

Doch insgesamt, eben für den Musikliebhaber, ein tolles Hörerlebnis, was – da bin ich mit den Worten von Rolando Villazón bei der anschließenden Premierenfeier einig – wirklich Weltklasse ist.

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Michael Langenberger
Wirtschaftsmediator und Coach

Michael Langenberger arbeitet freiberuflich als Wirtschafsmediator und Führungskräftecoach in Haan. Musik und Tanz spielen eine große Rolle in seinem Leben: Er spielt Klavier, sang im Chor und tanzt Standard, Latein, Salsa und Modern Contemporary. Er liebt die Vielfalt des kreativen Ausdrucks – sei es als Geschichtenerzähler, Musiker, Tänzer oder Opernscout – und macht sich diese auch im beruflichen Kontext zu Nutze. Bei der Bewertungen von Inszenierung versteht er sich nicht als „visuellen“ sondern als „akustischen Menschen“.

Nie eine überzeugendere, schönere Aufführung gesehen..

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Stefan Pütz über „Maria Stuarda“

Zum Inhalt: „In my end is my beginning“ Dies waren die Worte, die Maria Stuart in Gefangenschaft und in der Erwartung ihres Todes auf ein Kissen stickte. Dies hätte in italienischer Sprache geschehen müssen … auch begegnen sich Maria Stuart und ihre Halbschwester in der Realität nie!
Was dann auf der Bühne geschieht, kann man zwar in deutscher Sprache bei Schiller nachlesen, aber nur in atemberaubender Schönheit erfahren, wenn man genau diese Inszenierung von Guy Joosten in genau dieser Besetzung besucht.

Zur Aufführung: Hervorragendes Bühnenbild – ein guter Chor – passende Kostüme und sehr aktive, auch schauspielerisch überzeugende, wunderbare Sängerinnen: Maria Kataeva als Elisabetta und Adela Zaharia (Weltklasse!) als Maria Stuarda stellen an diesem Abend alle in den Schatten.

Eine überzeugendere, schönere Aufführung habe ich bislang noch nicht erleben können …
Puetz_Stefan_Foto2_Andreas_EndermannStefan Pütz
Inhaber von „Buch in Bilk“

Den Namen Stefan Pütz verbindet man mit „Buch in Bilk“, einer Buchhandlung, die es mittlerweile sogar an zwei Standorten in Unterbilk gibt. Bei Kulturveranstaltungen ist er auch gern mit einem Büchertisch präsent, denn der direkte Kontakt zu den Kunden und die persönliche Beratung ist ihm wichtig. Wichtig ist ihm jetzt – nach langer Abstinenz – auch wieder die Begegnung mit Oper und Ballett: Früher war er oft mit seinen Eltern in der Oper – heute ist er wieder neugierig darauf und offen für die kritische Auseinandersetzung mit den Düsseldorfer Scouts für Oper und Ballett.

 

Ein Belcanto-Fest hinter Gittern

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Markus Wendel über die Premiere von „Maria Stuarda“

Zu meinem dritten Einsatz als Opernscout ging es am vergangenen Mittwoch zur Düsseldorfer Premiere von Maria Stuarda.

Die nicht gut ausgehende Geschichte zwischen Elisabeth I. und Maria Stuart ist in den Zellenblock eines Gefängnisses verortet, was mir bei normalem Licht in der Opernwerkstatt einige Tage vorher nicht ganz gefallen hat. Meine anfängliche Skepsis in Bezug auf dieses Bühnenbild wurde bei der richtigen Vorstellung jedoch schnell weggefegt. Durch sehr einfallsreiche Beleuchtung und eine geschickte Personenregie, werden die Handlungsstränge mit einer großen Abwechslung und Lebendigkeit erzählt. Und spannend ist es obendrein.

Das gesamte Ensemble und Orchester sind scheinbar in bester Form und präsentieren uns einen Abend von hoher musikalischer Qualität. Der wahre Star dieser Vorstellung ist für mich jedoch Adela Zaharia in der Rolle der Maria Stuart. Sie überstrahlt mit ihrer Bühnenpräsenz und ihrer zum Superlativ zwingenden Stimme das Geschehen bis weit in den Zuschauerraum hinein. Auch ihre große schauspielerische Leistung finde ich bemerkenswert. Alle anderen Protagonisten, wie auch der Chor, präsentieren sich auf hohem Niveau. Frau Zaharia überstrahlt für mich dennoch jeden einzelnen Moment, sobald sie die Bühne betreten hat.

Heute habe ich gelernt, wie groß der Unterschied in der Wahrnehmung einer Oper sein kann. Vor zwei Monaten habe ich diese Oper bereits sehen können (außerhalb von Deutschland), und habe das Haus zur Pause verlassen, da mich die erste Stunde nicht berührt hat, kein Funke übergesprungen ist. Heute hatte ich Gänsehaut. Durchgehend.

Die weiteren Stationen und Auftritte von Frau Zaharia werde ich in jedem Fall im Auge behalten. Brava!

Wendel_Markus_Foto_Andreas_EndermannMarkus Wendel
Feuerwehrmann in Düsseldorf

Als neuer Scout folgt Markus Wendel in der Spielzeit 2018/19 frühen Spuren seiner Opernbegeisterung: Seine erste Begegnung mit Richard Wagners „Götterdämmerung“ hatte er 2003/04 im Düsseldorfer Opernhaus, und schon damals begeisterte ihn Linda Watson als Brünnhilde. Als Feuerwehrmann der Landeshauptstadt Düsseldorf kümmert sich Markus Wendel um die strategische Planung und Einsatzorganisation. Ganz besonders schätzt er seine Dienste im Opernhaus: Als Brandsicherheitswache beobachtet er die Aufführung dann von der Seitenbühne aus. „Ich mag das Gewusel hinter den Kulissen“, sagt der 39-Jährige. Was ihn aus dieser Perspektive besonders anspricht, schaut er sich gern noch einmal mit Freunden oder der Familie aus dem Zuschauerraum an.

 

Hier passt einfach alles

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Benedikt Stahl schreibt an seine „Opernfreundin“  Hilli Hassemer und nimmt Bezug auf die Premiere von „Maria Stuarda“

Zu Recht, liebe Hilli, vergibst Du alle Sterne an die wunderbare Aufführung der Maria Stuarda. Ich teile Deine Begeisterung voll und ganz! Hier passt einfach alles, Musik, Sängerinnen (!!), Chor, Orchester, die Regie, die Bühne, die Bilder, Kostüme, Farben, Licht, alles erstklassig. Diese Inszenierung ist große Kunst!

Dank und Glückwünsche an dieser Stelle an Guy Joosten, der diesem Anspruch mehr als gerecht wird. Mit dem flämischen Bühnenbildner Roel van Berckelaer, der Kostümbildnerin Eva Krämer und dem Lichtdesigner Stefan Bolliger scheint sich dabei ein Team gefunden zu haben, deren Werke wir hoffentlich noch ganz oft zu sehen bekommen. Die meisterlich erzeugten Raumtiefen ziehen den Betrachter magisch an, Farben und Schnitte der Kleider sind sinnlich berührend und der Aufbau der Lichtregie ist wirklich sternstundenreif. Ich habe noch sehr deutlich die Szene vor Augen, in der Elisabetta das Todesurteil unterschreibt. Die Tiefsinnigkeit, diesen Akt in einen Raum zu verlegen, in dem wohl wie in keinem anderen Ränke geschmiedet und Untergänge geplant werden, lebt vor allem durch das Lichtbild. Erinnerst Du Dich auch noch daran? Das schräg von links oben, durch ein Seitenfenster einfallende gleißende Weiß, die einzelne warm strahlende Glühbirne über dem Tisch, das gekonnte Spiel mit Vorder- und Hintergrund. Selbst der Getränkeautomat wird für mich in diesem Kontext zu einem Lichtobjekt. Hier und in beinahe jeder Szene verschmelzen Sichtbares und Unsichtbares mit der Dramatik des Inhalts und der dazu gehörigen Musik zu einer einzigartigen Gesamtkomposition, das ist Oper pur!

Der Abend lässt uns lange nicht los. Judith und ich haben uns noch viel darüber unterhalten. Besonders berührt hat uns die Person der Maria Stuarda, die es schafft trotz des Wissens um ihr Todesurteil, mit solcher Anmut und in sich ruhend ihrer letzten Stunde entgegen zu gehen. Eine Frage des Lebens, die unsere Besinnlichkeit zur Weihnachtszeit begleitet.
Mit diesen Gedanken zum Ende des Jahres grüße ich Dich sehr herzlich, wünsche Dir ein schönes Neujahrsfest und freue mich auf hoffentlich viele weitere gemeinsame Opernkunstwerke!
Dein Bene                                                    PS: bring bitte nächstes Mal den Peter wieder mit!

Stahl_Benedikt_Foto2_Andreas_EndermannBenedikt Stahl
Architekt und Professor an der Alanus Hochschule

Als selbständiger Architekt und Partner im Düsseldorfer Atelier Fritschi & Stahl hat Benedikt Stahl eine große Nähe zur Kunst: Was macht Stadtraum, was macht die Choreographie, die Dramatik der Räume aus? Zur Oper ist es da nicht weit: Wie Bild, Musik und Darstellung hier zusammen wirken, fasziniert ihn. Als interdisziplinär denkender Grenzgänger ist er auch an der Alanus Hochschule Bonn-Alfter tätig: Was  Architektur mit Schauspiel, Wirtschaft mit Kunst zu hat – diese Fragestellungen interessieren ihn auch in der Lehre. Nicht nur die Oberfläche, sondern die spannenden Zusammenhänge will er nun als Scout für Oper und Ballett entdecken.

Liebe, Leben, Dynamik, Blut und Tod – in edelster Form

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Jenny Ritter über die Vorstellung von „Maria Stuarda“

Eine wunderbare Inszenierung:
Das Bühnenbild: die geschwungenen Treppen hochherrschaftlich wie in Schlössern, oder auch in der Dt. Oper a.R., die ersten zwei Szenen waren vom Aufbau und den Kostümen, wunderbar, nur Elisabetha (Maria Kataeva) war in der Zeit des Geschehens gekleidet und frisiert, alle anderen in dunklen Farben ; Maria (Adela Zaharia) in purpurrot (die Farbe der katholischen Kirche) zeitlos und ausdrucksstark.
Der Chor, das Spiel der Gesang auf der Treppe, wunderbar.
Dritter Akt: in einer Kantine mit modernem Eisschrank aus dem Cecil sich eine Flasche Bier holte – das Benehmen dieser Cecils dieser Welt (hat Elisabetha gedrängt, das Todesurteil zu unterschreiben) ist auch dreihundert Jahre später das gleiche geblieben: nur den eignen Vorteil im Blick – wunderbar dargestellt von Richard Sveda.
Die Szene nach dem Todesurteil war einfach grandios: Elisabeth musste fliehen, da sie Angst um ihr Leben hatte – und war hinter Gittern, wer war da wohl die Gefangene. Von der Rolle her  ist Maria Stuarda einfach die Stärkere und im schillerschen Sinne „die Edle“. „Mein Ende ist mein Anfang“. Es war ein wunderbares Spiel zweier starker Frauen. Glückwunsch! Das letzte Bild – dieses rote Kleid – bedarf eigentlich keiner Worte mehr, es stellte alles dar:  Liebe, Leben, Dynamik, Blut und Tod – in edelster Form.

Bravo und Glückwunsch an alle Beteiligten. Die Musik ist so wunderbar und auch wieder wunderbar von den Düsys gespielt. Es war ein Genuss – danke.

Ritter_Jenny_Foto2_Andreas_EndermannJenny Ritter
Tai-Chi-Lehrerin

Jenny Ritter ist Lehrerin für verschiedene Entspannungstechniken und die chinesische Kampfkunst „Tai-Chi Chuan“. In ihrer Arbeit ist ihr der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Bewegung besonders wichtig. Schon durch ihren ersten Lehrmeister, der ihr eine sehr tänzerische Art des Tai-Chi vermittelte, entwickelte sich auch ihre Begeisterung für das Ballett. Seitdem  sie in der Spielzeit 2016/17 „Das Rheingold“ gesehen hat, ist Jenny Ritter nun auch ein Fan von Wagners „Ring“ und freut sich diesen als Opernscout in Düsseldorf abschließen zu können.

Das Publikum liebt es..

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Susanne Bunka über die Premiere von „Maria Stuarda“

Maria Stuarda“ in der Deutschen Oper am Rhein…Für mich ein sehr zwiegespaltener Abend! Ich frage mich auch nach mehreren Tagen noch, warum mich diese Oper so wenig berührt hat…., denn: Die Musik ist schön, die Melodien eingängig, keine Dissonanzen stören, häufig fühle ich mich erinnert …an La Traviata, an die Zauberflöte…..merkwürdig! Die Stimmen sind wunderbar….Maria Stuarda, Elisabeth……..ein Genuss! Der Chor……klasse!
Aber……..das Bühnenbild verwirrt mich! Sind wir im Schloss oder im Gefängnis? Ein Getränkeautomat an der Wand, warum? Fünf Mädchen in roten Kleidern….ist mir etwas entgangen….was ist ihre Funktion?
Elisabeth scheint in ihrem Outfit wie eine Karikatur; ich kann mit ihr nichts anfangen. Maria Stuarda selbst, in ihrer an Gott gewandten Reue, lässt mich kalt. Der Einen nehme ich ihre Zweifel bezüglich des zu fällenden Urteils nicht ab; der Anderen nicht ihr schlechtes Gewissen…es packt mich einfach nicht!
Das Publikum liebt es, nach jeder etwas herausragenden Arie zu klatschen…..warum dann aber nicht nach der wirklich hervorragenden Leistung des „Chorsolos“? Diese Sängerinnen und Sänger hätten einen Sonderapplaus ebenso verdient! Schade…..
Trotzdem….ein schöner Abend in der Oper; vielleicht gefiel mir diese Inszenierung einfach nicht….?

Bunka_Susanne_Foto2_Andreas_EndermannSusanne Bunka
Inhaberin des Angercafés in Urdenbach

Vor drei Jahren hat sich die ehemalige Kinderkrankenschwester Susanne Bunka einen Traum erfüllt: Zusammen mit ihrer Tochter betreibt sie das Angercafé in Urdenbach – ein Treffpunkt für alle Generationen, in dem auch Lesungen und kleine Konzerte und Chorproben stattfinden. Sie liebt die großen Opernklassiker, ist gleichermaßen offen für zeitgenössisches Musiktheater und Ballett und freut sich darauf, Ihre Eindrücke auch in ihrer zweiten Spielzeit als Opernscout im Gespräch zu vertiefen.

In siebten Opernhimmel

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Michael Langenberger über die Premiere von „Maria Stuarda“

Weltklasse! …eigentlich bräuchten Sie gar nicht weiterlesen…
… denn ich wüßte nicht so recht, wen oder was ich in der rundum perfekten Opernaufführung besonders hervorheben sollte. Denn wenn alles zum richtigen Zeitpunkt perfekt ist, wäre ich es, der ungerecht seien würde, würde ich etwas hervorheben.
Einzig, ich kann Sie auf bestimmte Stellen im Stück vorbereiten, in denen Ihr Herz Sie selbst in den siebten Opernhimmel heben wird.
Wenn man weiß, dass bestimmte Kadenzen im Belcanto für die Stimmen zwar notiert sind, jedoch den Solisten weiten Spielraum der Ausgestaltung lassen, dann wird klar, mit welcher Brillanz Maria Kataeva als Elisabetta I. und Adela Zaharia als Maria Stuarda, in einer Art Kampf der Stimmen, ihre unterschiedlichen Rollen vertreten. Die Mezzosopranistin der Staatsmacht gegen die lyrische Sopranistin eines rebellischen Herzens. Beide reizen kraftvoll, gekonnt und mit Einfühlungsvermögen ihren jeweiligen Tonumfang weit über die zwei Oktaven hinaus aus, die Menschen üblicherweise zu bieten haben. Man hält es nicht für möglich, mit welch zum Teil tiefen Tönen Maria Kataeva kraftvoll und zauberhaft schön, ab der Mitte Ende der ersten Hälfte, sich mit Adela Zaharia stimmlich “duelliert“.
Beherrscht Elisabetta I. die erste Hälfte des Werkes, dominiert Adela Zaharia den zweiten Teil. Ihre Koloraturen, mit Leichtigkeit vorgetragen, als ergäbe sich jeder Ton ganz ohne Anstrengung und mit spielender Leichtigkeit. Doch wirklich dahingeschmolzen bin ich in bestimmten Passagen, als sie sich Bodgan Taloʂ in der Rolle von Giorgio Talbot, offenbart. Dieser führt einen Dialog quasi in “Plaudertonlautstärke” mit Maria Stuarda. Sie unterlegt seinen Gesang mit hauchzarten, unendlich leise und gleichzeitig kristallklar gesungenen Tönen. Gerade so wie eine „Prise Zucker“ zum Tenor, um damit beide Klangfarben kontrastiert zu erhöhen. Einfach Zauberhaft!

Den gesamten Abend sind Sie als Zuhörer eingebettet in Szenerie, Bühnenbild, Kostüme, Licht und einer Chor- und Orchesterleistung, dass Sie Raum und Zeit vergessen. Alle Sinne werden angesprochen, mit dem Äußersten umschmeichelt und verwöhnt, eben mit allem was ihnen gut tut.

Opernscouts 2018 / 2019

Michael Langenberger
Wirtschaftsmediator und Coach

Michael Langenberger arbeitet freiberuflich als Wirtschafsmediator und Führungskräftecoach in Haan. Musik und Tanz spielen eine große Rolle in seinem Leben: Er spielt Klavier, sang im Chor und tanzt: Auf Standard und Latein folgten Salsa und Modern Contemporary Dance im tanzhaus nrw, wo er auch an öffentlichen Performances mit Profis und Laien mitwirkte. Er liebt die Vielfalt des kreativen Ausdrucks – sei es als Geschichtenerzähler, Musiker, Tänzer oder Opernscout – und macht sich diese auch im beruflichen Kontext zu Nutze.

 

 

Die unbestrittene Königin des Abends

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Sandra Christmann über die Premiere von „Maria Stuarda“

Kristallklare Adela Zaharia
Unbestritten die Königin des Abends. Bezaubernd, souverän.
Gesungen, gespielt und auch eine Augenweide.
Sie und Antonino Fogliani wirken sicherlich nach und verdienen allen Respekt vor der künstlerischen Leistung. Der Chor: großartig.
Manchmal kann man nicht sagen, warum etwas einen nicht gefasst hat, aber ich bin unberührt geblieben.
Es ist wie mit der bildenden Kunst. Man steht vor einem Bild und es berührt einen, die Schönheit, die Farben, die Komposition. Und ein anderer steht unberührt davor, geht weiter und vergisst es.
In diesem Falle, stellt sich mir die Frage, ob es der Inszenierung geschuldet ist? Dem Bühnenbild? – und wieder steht ein überflüssiger Snackautomat in dieser tragischen, emotionalen Stätte – die Kostüme phantastisch – Elizabeth 100% erfüllt – architektonisch ist das Bühnenbild super, zwei Ebenen…die Projektion: my end is my beginning…kreativ…und doch: Was fehlt?
Für die meisten: Nichts!! Helle Begeisterung: “schönste, beste Inszenierung ever“.
Ich wäre gerne eingetaucht, aber bin es nicht.

Christmann_Sandra_Foto2_Andreas_EndermannSandra Christmann
Kulturmanagerin

Sandra Christmann liebt Düsseldorf, ihre Wahlheimat, und die Kunst. Als Geschäftsführerin von ArtPartner Relations engagiert sie sich für die Kunstsammlungen NRW im Bereich Veranstaltungsmanagement, Sponsoring und Drittmittelakquise. Für die Kunst pflegt sie zahlreiche Kontakte, um mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Medien innovative Formate und Kooperationskonzepte zu entwickeln. Neben dieser Arbeit hat sie ein Hilfsprojekt in Kenia ins Leben gerufen und schreibt ihren ersten Roman. Ihr Netzwerktalent, die Liebe zur Kunst und zum Schreiben nutzt sie jetzt auch als Opernscout.

Schöne Stimmen und Dramatik, besser geht es kaum!

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Hubert Kolb über die Premiere von „Maria Stuarda“

Donizettis Oper Maria Stuarda hörte ich nebenher zuhause: schöne Arien, schön gesungen, aber irgendwie langweilig.
Was für ein Unterschied zu Maria Stuarda auf der Opernbühne in Düsseldorf.
Das war Dramatik pur! Regisseur Guy Joosten hatte alles auf den Gegensatz von Königin Elisabeth und Maria Stuart fokussiert. In einem großem Bühnenraum waren das Schloss gegen das Gefängnis gesetzt, auch ohne Rolle in einer Szene waren oft beide Frauen präsent, eine als stumme Gegenspielerin. Und Beide sangen und spielten mit voller Emotion. Herrlich!
Wenn dazu noch großartige Stimmen kommen, Adela Zaharia als Maria Stuarda himmlisch voll, weich und intensiv, etwas schmaler im Klang eine ebenfalls eindrucksvolle Maria Kataeva als Elisabetta I., dann ist jeder Opernscout und das ganze Publikum begeistert.
Die Männer sind mehr Stichwortgeber, nur der großartige Tenor Shalva Mukeria als Graf Leicester hat größere Partien und singt auf dem Niveau der beiden Damen, was für eine Emotion hat er in der Stimme!
Höhepunkt sind die letzten beiden Szenen, die Beichte und die Hinrichtung. Endlich lässt Donizetti das Orchester als musikalischer Partner auftrumpfen, der Chor hält grandios dagegen.
Fazit: Obwohl Weltklasse, hätten schöne Stimmen zu gefälligen Melodien nicht gereicht. Aber verbunden mit soviel Emotion und Dramatik ist daraus große Oper geworden!

Kolb_Hubert_Foto_Andreas_EndermannDr. Hubert Kolb
Professor für Immunologie/Diabetologie im Ruhestand

Als Biologe und Immunologe hat Hubert Kolb am Deutschen Diabetes-Zentrum Düsseldorf zu Mechanismen und Therapien des Kinder- und des Erwachsenendiabetes geforscht und gearbeitet. Vorsorge und Umgang mit der Krankheit beschäftigen ihn auch noch im Ruhestand. Den Weg zur Oper fand Hubert Kolb im Studium in München – eine „Zauberflöte“ in Spitzenbesetzung begeisterte ihn nachhaltig. Mittlerweile findet er genügend Zeit, die Oper regelmäßig zu besuchen und Vieles neu kennen zu lernen. Auch das Ballett am Rhein, das ihm unter Martin Schläpfer unerwartet gut gefällt

 

Eine Sternstunde

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Hilli Hassemer über die Premiere von „Maria Stuarda“

In my end is my beginning.
Dies waren Worte, die Maria Stuart in Gefangenschaft und in der Erwartung ihres Todes auf ein Kissen gestickt hatte.
Jener zukunftsträchtige Satz der schottischen Königin, in Kreidezügen auf den dunklen Vorhang projiziert, eröffnet „Maria Stuarda“.
Zwei mächtige Frauen stehen sich im Gehege. Ihr Konflikt ist Weltgeschichte, – an deren Ende steht die Ermordung einer Königin.
Was dann auf der Bühne geschieht, kann man zwar bei Schiller nachlesen, aber nur in atemberaubender Schönheit erfahren, wenn man genau diese Inszenierung von Guy Joosten in genau dieser Besetzung besucht.

Diese Aufführung war schlicht und im Sinne Stefan Zweigs, eine Sternstunde.
Zwei überwältigend glänzende und wunderbare Sängerinnen , Maria Kataeva als Elisabetta und Adela Zaharia als Maria Stuarda stellen an diesem Abend alle in den Schatten. Die Männerrollen sind hervorragend besetzt und wunderbar gesungen doch was die beiden Frauen uns zuteil werden lassen, ist großes, packendes, feinsinniges Spiel und großer, berührender Gesang.
Mir fehlen an dieser Stelle die Worte…Das darf auch einmal sein.

Sternenhimmel für Adela Zaharia.
Sternenhimmel  für Maria Kataeva.
Fünf Sterne für Karina Repova.
Fünf Sterne für alle Sänger.
Fünf Sterne für den Chor.
Fünf Sterne für das Bühnenbild.
Fünf Sterne für den Dirigenten Antonio Fogliani und die Düsseldorfer Symphoniker.
Fünf Sterne für die Lichtregie.

„Ich habe sie so genannt, weil sie leuchtend und unwandelbar wie Sterne die Nacht der Vergänglichkeit überglänzen.“ …. Stefan Zweig über die Sternstunden.
Dieser Opernabend war einer der schönsten, besten, leuchtendsten den ich je erleben durfte. Ich habe Karten für eine zweite Vorstellung erworben.

Hessemer_Hilli_Foto2_Andreas_EndermannHilli Hassemer
Bildende Künstlerin

Die Malerin Hilli Hassemer lebt und arbeitet seit 20 Jahren in Düsseldorf. Klassische und auch Opernmusik sind elementare Einflüsse in ihrer Arbeit. Das erste Jahr als Opernscout hat sie mit heller Freude erlebt. Die Vielfalt und Qualität der Düsseldorfer Opern und Ballettkultur zu erleben, war für sie eine neu prägende Seh- und Hörschule. Eine Sinn-schärfende Bereicherung, die sie nicht mehr missen möchte. So freut sie sich auf die zweite Spielzeit, auf die neuen Ballett und Opernwelten, die sich ihr eröffnen werden und für die sie Worte finden muss. Der Bleistift ist gespitzt….