Ein Belcanto-Fest hinter Gittern

Maria_Stuarda_03_FOTO_Hans_Joerg_Michel

Markus Wendel über die Premiere von „Maria Stuarda“

Zu meinem dritten Einsatz als Opernscout ging es am vergangenen Mittwoch zur Düsseldorfer Premiere von Maria Stuarda.

Die nicht gut ausgehende Geschichte zwischen Elisabeth I. und Maria Stuart ist in den Zellenblock eines Gefängnisses verortet, was mir bei normalem Licht in der Opernwerkstatt einige Tage vorher nicht ganz gefallen hat. Meine anfängliche Skepsis in Bezug auf dieses Bühnenbild wurde bei der richtigen Vorstellung jedoch schnell weggefegt. Durch sehr einfallsreiche Beleuchtung und eine geschickte Personenregie, werden die Handlungsstränge mit einer großen Abwechslung und Lebendigkeit erzählt. Und spannend ist es obendrein.

Das gesamte Ensemble und Orchester sind scheinbar in bester Form und präsentieren uns einen Abend von hoher musikalischer Qualität. Der wahre Star dieser Vorstellung ist für mich jedoch Adela Zaharia in der Rolle der Maria Stuart. Sie überstrahlt mit ihrer Bühnenpräsenz und ihrer zum Superlativ zwingenden Stimme das Geschehen bis weit in den Zuschauerraum hinein. Auch ihre große schauspielerische Leistung finde ich bemerkenswert. Alle anderen Protagonisten, wie auch der Chor, präsentieren sich auf hohem Niveau. Frau Zaharia überstrahlt für mich dennoch jeden einzelnen Moment, sobald sie die Bühne betreten hat.

Heute habe ich gelernt, wie groß der Unterschied in der Wahrnehmung einer Oper sein kann. Vor zwei Monaten habe ich diese Oper bereits sehen können (außerhalb von Deutschland), und habe das Haus zur Pause verlassen, da mich die erste Stunde nicht berührt hat, kein Funke übergesprungen ist. Heute hatte ich Gänsehaut. Durchgehend.

Die weiteren Stationen und Auftritte von Frau Zaharia werde ich in jedem Fall im Auge behalten. Brava!

Wendel_Markus_Foto_Andreas_EndermannMarkus Wendel
Feuerwehrmann in Düsseldorf

Als neuer Scout folgt Markus Wendel in der Spielzeit 2018/19 frühen Spuren seiner Opernbegeisterung: Seine erste Begegnung mit Richard Wagners „Götterdämmerung“ hatte er 2003/04 im Düsseldorfer Opernhaus, und schon damals begeisterte ihn Linda Watson als Brünnhilde. Als Feuerwehrmann der Landeshauptstadt Düsseldorf kümmert sich Markus Wendel um die strategische Planung und Einsatzorganisation. Ganz besonders schätzt er seine Dienste im Opernhaus: Als Brandsicherheitswache beobachtet er die Aufführung dann von der Seitenbühne aus. „Ich mag das Gewusel hinter den Kulissen“, sagt der 39-Jährige. Was ihn aus dieser Perspektive besonders anspricht, schaut er sich gern noch einmal mit Freunden oder der Familie aus dem Zuschauerraum an.

 

Advertisements

Hier passt einfach alles

Maria_Stuarda_11_FOTO_Hans_Joerg_Michel

Benedikt Stahl schreibt an seine „Opernfreundin“  Hilli Hassemer und nimmt Bezug auf die Premiere von „Maria Stuarda“

Zu Recht, liebe Hilli, vergibst Du alle Sterne an die wunderbare Aufführung der Maria Stuarda. Ich teile Deine Begeisterung voll und ganz! Hier passt einfach alles, Musik, Sängerinnen (!!), Chor, Orchester, die Regie, die Bühne, die Bilder, Kostüme, Farben, Licht, alles erstklassig. Diese Inszenierung ist große Kunst!

Dank und Glückwünsche an dieser Stelle an Guy Joosten, der diesem Anspruch mehr als gerecht wird. Mit dem flämischen Bühnenbildner Roel van Berckelaer, der Kostümbildnerin Eva Krämer und dem Lichtdesigner Stefan Bolliger scheint sich dabei ein Team gefunden zu haben, deren Werke wir hoffentlich noch ganz oft zu sehen bekommen. Die meisterlich erzeugten Raumtiefen ziehen den Betrachter magisch an, Farben und Schnitte der Kleider sind sinnlich berührend und der Aufbau der Lichtregie ist wirklich sternstundenreif. Ich habe noch sehr deutlich die Szene vor Augen, in der Elisabetta das Todesurteil unterschreibt. Die Tiefsinnigkeit, diesen Akt in einen Raum zu verlegen, in dem wohl wie in keinem anderen Ränke geschmiedet und Untergänge geplant werden, lebt vor allem durch das Lichtbild. Erinnerst Du Dich auch noch daran? Das schräg von links oben, durch ein Seitenfenster einfallende gleißende Weiß, die einzelne warm strahlende Glühbirne über dem Tisch, das gekonnte Spiel mit Vorder- und Hintergrund. Selbst der Getränkeautomat wird für mich in diesem Kontext zu einem Lichtobjekt. Hier und in beinahe jeder Szene verschmelzen Sichtbares und Unsichtbares mit der Dramatik des Inhalts und der dazu gehörigen Musik zu einer einzigartigen Gesamtkomposition, das ist Oper pur!

Der Abend lässt uns lange nicht los. Judith und ich haben uns noch viel darüber unterhalten. Besonders berührt hat uns die Person der Maria Stuarda, die es schafft trotz des Wissens um ihr Todesurteil, mit solcher Anmut und in sich ruhend ihrer letzten Stunde entgegen zu gehen. Eine Frage des Lebens, die unsere Besinnlichkeit zur Weihnachtszeit begleitet.
Mit diesen Gedanken zum Ende des Jahres grüße ich Dich sehr herzlich, wünsche Dir ein schönes Neujahrsfest und freue mich auf hoffentlich viele weitere gemeinsame Opernkunstwerke!
Dein Bene                                                    PS: bring bitte nächstes Mal den Peter wieder mit!

Stahl_Benedikt_Foto2_Andreas_EndermannBenedikt Stahl
Architekt und Professor an der Alanus Hochschule

Als selbständiger Architekt und Partner im Düsseldorfer Atelier Fritschi & Stahl hat Benedikt Stahl eine große Nähe zur Kunst: Was macht Stadtraum, was macht die Choreographie, die Dramatik der Räume aus? Zur Oper ist es da nicht weit: Wie Bild, Musik und Darstellung hier zusammen wirken, fasziniert ihn. Als interdisziplinär denkender Grenzgänger ist er auch an der Alanus Hochschule Bonn-Alfter tätig: Was  Architektur mit Schauspiel, Wirtschaft mit Kunst zu hat – diese Fragestellungen interessieren ihn auch in der Lehre. Nicht nur die Oberfläche, sondern die spannenden Zusammenhänge will er nun als Scout für Oper und Ballett entdecken.

Liebe, Leben, Dynamik, Blut und Tod – in edelster Form

Maria_Stuarda_02_FOTO_Hans_Joerg_Michel

Jenny Ritter über die Vorstellung von „Maria Stuarda“

Eine wunderbare Inszenierung:
Das Bühnenbild: die geschwungenen Treppen hochherrschaftlich wie in Schlössern, oder auch in der Dt. Oper a.R., die ersten zwei Szenen waren vom Aufbau und den Kostümen, wunderbar, nur Elisabetha (Maria Kataeva) war in der Zeit des Geschehens gekleidet und frisiert, alle anderen in dunklen Farben ; Maria (Adela Zaharia) in purpurrot (die Farbe der katholischen Kirche) zeitlos und ausdrucksstark.
Der Chor, das Spiel der Gesang auf der Treppe, wunderbar.
Dritter Akt: in einer Kantine mit modernem Eisschrank aus dem Cecil sich eine Flasche Bier holte – das Benehmen dieser Cecils dieser Welt (hat Elisabetha gedrängt, das Todesurteil zu unterschreiben) ist auch dreihundert Jahre später das gleiche geblieben: nur den eignen Vorteil im Blick – wunderbar dargestellt von Richard Sveda.
Die Szene nach dem Todesurteil war einfach grandios: Elisabeth musste fliehen, da sie Angst um ihr Leben hatte – und war hinter Gittern, wer war da wohl die Gefangene. Von der Rolle her  ist Maria Stuarda einfach die Stärkere und im schillerschen Sinne „die Edle“. „Mein Ende ist mein Anfang“. Es war ein wunderbares Spiel zweier starker Frauen. Glückwunsch! Das letzte Bild – dieses rote Kleid – bedarf eigentlich keiner Worte mehr, es stellte alles dar:  Liebe, Leben, Dynamik, Blut und Tod – in edelster Form.

Bravo und Glückwunsch an alle Beteiligten. Die Musik ist so wunderbar und auch wieder wunderbar von den Düsys gespielt. Es war ein Genuss – danke.

Ritter_Jenny_Foto2_Andreas_EndermannJenny Ritter
Tai-Chi-Lehrerin

Jenny Ritter ist Lehrerin für verschiedene Entspannungstechniken und die chinesische Kampfkunst „Tai-Chi Chuan“. In ihrer Arbeit ist ihr der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Bewegung besonders wichtig. Schon durch ihren ersten Lehrmeister, der ihr eine sehr tänzerische Art des Tai-Chi vermittelte, entwickelte sich auch ihre Begeisterung für das Ballett. Seitdem  sie in der Spielzeit 2016/17 „Das Rheingold“ gesehen hat, ist Jenny Ritter nun auch ein Fan von Wagners „Ring“ und freut sich diesen als Opernscout in Düsseldorf abschließen zu können.

Das Publikum liebt es..

Maria_Stuarda_10_FOTO_Hans_Joerg_Michel

Susanne Bunka über die Premiere von „Maria Stuarda“

Maria Stuarda“ in der Deutschen Oper am Rhein…Für mich ein sehr zwiegespaltener Abend! Ich frage mich auch nach mehreren Tagen noch, warum mich diese Oper so wenig berührt hat…., denn: Die Musik ist schön, die Melodien eingängig, keine Dissonanzen stören, häufig fühle ich mich erinnert …an La Traviata, an die Zauberflöte…..merkwürdig! Die Stimmen sind wunderbar….Maria Stuarda, Elisabeth……..ein Genuss! Der Chor……klasse!
Aber……..das Bühnenbild verwirrt mich! Sind wir im Schloss oder im Gefängnis? Ein Getränkeautomat an der Wand, warum? Fünf Mädchen in roten Kleidern….ist mir etwas entgangen….was ist ihre Funktion?
Elisabeth scheint in ihrem Outfit wie eine Karikatur; ich kann mit ihr nichts anfangen. Maria Stuarda selbst, in ihrer an Gott gewandten Reue, lässt mich kalt. Der Einen nehme ich ihre Zweifel bezüglich des zu fällenden Urteils nicht ab; der Anderen nicht ihr schlechtes Gewissen…es packt mich einfach nicht!
Das Publikum liebt es, nach jeder etwas herausragenden Arie zu klatschen…..warum dann aber nicht nach der wirklich hervorragenden Leistung des „Chorsolos“? Diese Sängerinnen und Sänger hätten einen Sonderapplaus ebenso verdient! Schade…..
Trotzdem….ein schöner Abend in der Oper; vielleicht gefiel mir diese Inszenierung einfach nicht….?

Bunka_Susanne_Foto2_Andreas_EndermannSusanne Bunka
Inhaberin des Angercafés in Urdenbach

Vor drei Jahren hat sich die ehemalige Kinderkrankenschwester Susanne Bunka einen Traum erfüllt: Zusammen mit ihrer Tochter betreibt sie das Angercafé in Urdenbach – ein Treffpunkt für alle Generationen, in dem auch Lesungen und kleine Konzerte und Chorproben stattfinden. Sie liebt die großen Opernklassiker, ist gleichermaßen offen für zeitgenössisches Musiktheater und Ballett und freut sich darauf, Ihre Eindrücke auch in ihrer zweiten Spielzeit als Opernscout im Gespräch zu vertiefen.

In siebten Opernhimmel

Maria_Stuarda_13_FOTO_Hans_Joerg_Michel

Michael Langenberger über die Premiere von „Maria Stuarda“

Weltklasse! …eigentlich bräuchten Sie gar nicht weiterlesen…
… denn ich wüßte nicht so recht, wen oder was ich in der rundum perfekten Opernaufführung besonders hervorheben sollte. Denn wenn alles zum richtigen Zeitpunkt perfekt ist, wäre ich es, der ungerecht seien würde, würde ich etwas hervorheben.
Einzig, ich kann Sie auf bestimmte Stellen im Stück vorbereiten, in denen Ihr Herz Sie selbst in den siebten Opernhimmel heben wird.
Wenn man weiß, dass bestimmte Kadenzen im Belcanto für die Stimmen zwar notiert sind, jedoch den Solisten weiten Spielraum der Ausgestaltung lassen, dann wird klar, mit welcher Brillanz Maria Kataeva als Elisabetta I. und Adela Zaharia als Maria Stuarda, in einer Art Kampf der Stimmen, ihre unterschiedlichen Rollen vertreten. Die Mezzosopranistin der Staatsmacht gegen die lyrische Sopranistin eines rebellischen Herzens. Beide reizen kraftvoll, gekonnt und mit Einfühlungsvermögen ihren jeweiligen Tonumfang weit über die zwei Oktaven hinaus aus, die Menschen üblicherweise zu bieten haben. Man hält es nicht für möglich, mit welch zum Teil tiefen Tönen Maria Kataeva kraftvoll und zauberhaft schön, ab der Mitte Ende der ersten Hälfte, sich mit Adela Zaharia stimmlich “duelliert“.
Beherrscht Elisabetta I. die erste Hälfte des Werkes, dominiert Adela Zaharia den zweiten Teil. Ihre Koloraturen, mit Leichtigkeit vorgetragen, als ergäbe sich jeder Ton ganz ohne Anstrengung und mit spielender Leichtigkeit. Doch wirklich dahingeschmolzen bin ich in bestimmten Passagen, als sie sich Bodgan Taloʂ in der Rolle von Giorgio Talbot, offenbart. Dieser führt einen Dialog quasi in “Plaudertonlautstärke” mit Maria Stuarda. Sie unterlegt seinen Gesang mit hauchzarten, unendlich leise und gleichzeitig kristallklar gesungenen Tönen. Gerade so wie eine „Prise Zucker“ zum Tenor, um damit beide Klangfarben kontrastiert zu erhöhen. Einfach Zauberhaft!

Den gesamten Abend sind Sie als Zuhörer eingebettet in Szenerie, Bühnenbild, Kostüme, Licht und einer Chor- und Orchesterleistung, dass Sie Raum und Zeit vergessen. Alle Sinne werden angesprochen, mit dem Äußersten umschmeichelt und verwöhnt, eben mit allem was ihnen gut tut.

Opernscouts 2018 / 2019

Michael Langenberger
Wirtschaftsmediator und Coach

Michael Langenberger arbeitet freiberuflich als Wirtschafsmediator und Führungskräftecoach in Haan. Musik und Tanz spielen eine große Rolle in seinem Leben: Er spielt Klavier, sang im Chor und tanzt: Auf Standard und Latein folgten Salsa und Modern Contemporary Dance im tanzhaus nrw, wo er auch an öffentlichen Performances mit Profis und Laien mitwirkte. Er liebt die Vielfalt des kreativen Ausdrucks – sei es als Geschichtenerzähler, Musiker, Tänzer oder Opernscout – und macht sich diese auch im beruflichen Kontext zu Nutze.

 

 

Die unbestrittene Königin des Abends

Maria_Stuarda_07_FOTO_Hans_Joerg_Michel

Sandra Christmann über die Premiere von „Maria Stuarda“

Kristallklare Adela Zaharia
Unbestritten die Königin des Abends. Bezaubernd, souverän.
Gesungen, gespielt und auch eine Augenweide.
Sie und Antonino Fogliani wirken sicherlich nach und verdienen allen Respekt vor der künstlerischen Leistung. Der Chor: großartig.
Manchmal kann man nicht sagen, warum etwas einen nicht gefasst hat, aber ich bin unberührt geblieben.
Es ist wie mit der bildenden Kunst. Man steht vor einem Bild und es berührt einen, die Schönheit, die Farben, die Komposition. Und ein anderer steht unberührt davor, geht weiter und vergisst es.
In diesem Falle, stellt sich mir die Frage, ob es der Inszenierung geschuldet ist? Dem Bühnenbild? – und wieder steht ein überflüssiger Snackautomat in dieser tragischen, emotionalen Stätte – die Kostüme phantastisch – Elizabeth 100% erfüllt – architektonisch ist das Bühnenbild super, zwei Ebenen…die Projektion: my end is my beginning…kreativ…und doch: Was fehlt?
Für die meisten: Nichts!! Helle Begeisterung: “schönste, beste Inszenierung ever“.
Ich wäre gerne eingetaucht, aber bin es nicht.

Christmann_Sandra_Foto2_Andreas_EndermannSandra Christmann
Kulturmanagerin

Sandra Christmann liebt Düsseldorf, ihre Wahlheimat, und die Kunst. Als Geschäftsführerin von ArtPartner Relations engagiert sie sich für die Kunstsammlungen NRW im Bereich Veranstaltungsmanagement, Sponsoring und Drittmittelakquise. Für die Kunst pflegt sie zahlreiche Kontakte, um mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Medien innovative Formate und Kooperationskonzepte zu entwickeln. Neben dieser Arbeit hat sie ein Hilfsprojekt in Kenia ins Leben gerufen und schreibt ihren ersten Roman. Ihr Netzwerktalent, die Liebe zur Kunst und zum Schreiben nutzt sie jetzt auch als Opernscout.

Eine Sternstunde

Maria_Stuarda_01_FOTO_Hans_Joerg_Michel

Hilli Hassemer über die Premiere von „Maria Stuarda“

In my end is my beginning.
Dies waren Worte, die Maria Stuart in Gefangenschaft und in der Erwartung ihres Todes auf ein Kissen gestickt hatte.
Jener zukunftsträchtige Satz der schottischen Königin, in Kreidezügen auf den dunklen Vorhang projiziert, eröffnet „Maria Stuarda“.
Zwei mächtige Frauen stehen sich im Gehege. Ihr Konflikt ist Weltgeschichte, – an deren Ende steht die Ermordung einer Königin.
Was dann auf der Bühne geschieht, kann man zwar bei Schiller nachlesen, aber nur in atemberaubender Schönheit erfahren, wenn man genau diese Inszenierung von Guy Joosten in genau dieser Besetzung besucht.

Diese Aufführung war schlicht und im Sinne Stefan Zweigs, eine Sternstunde.
Zwei überwältigend glänzende und wunderbare Sängerinnen , Maria Kataeva als Elisabetta und Adela Zaharia als Maria Stuarda stellen an diesem Abend alle in den Schatten. Die Männerrollen sind hervorragend besetzt und wunderbar gesungen doch was die beiden Frauen uns zuteil werden lassen, ist großes, packendes, feinsinniges Spiel und großer, berührender Gesang.
Mir fehlen an dieser Stelle die Worte…Das darf auch einmal sein.

Sternenhimmel für Adela Zaharia.
Sternenhimmel  für Maria Kataeva.
Fünf Sterne für Karina Repova.
Fünf Sterne für alle Sänger.
Fünf Sterne für den Chor.
Fünf Sterne für das Bühnenbild.
Fünf Sterne für den Dirigenten Antonio Fogliani und die Düsseldorfer Symphoniker.
Fünf Sterne für die Lichtregie.

„Ich habe sie so genannt, weil sie leuchtend und unwandelbar wie Sterne die Nacht der Vergänglichkeit überglänzen.“ …. Stefan Zweig über die Sternstunden.
Dieser Opernabend war einer der schönsten, besten, leuchtendsten den ich je erleben durfte. Ich habe Karten für eine zweite Vorstellung erworben.

Hessemer_Hilli_Foto2_Andreas_EndermannHilli Hassemer
Bildende Künstlerin

Die Malerin Hilli Hassemer lebt und arbeitet seit 20 Jahren in Düsseldorf. Klassische und auch Opernmusik sind elementare Einflüsse in ihrer Arbeit. Das erste Jahr als Opernscout hat sie mit heller Freude erlebt. Die Vielfalt und Qualität der Düsseldorfer Opern und Ballettkultur zu erleben, war für sie eine neu prägende Seh- und Hörschule. Eine Sinn-schärfende Bereicherung, die sie nicht mehr missen möchte. So freut sie sich auf die zweite Spielzeit, auf die neuen Ballett und Opernwelten, die sich ihr eröffnen werden und für die sie Worte finden muss. Der Bleistift ist gespitzt….