Isabell Boyer über „Die Schneekönigin“

Bezaubernd bis zum Schluss

SCHNEEKOENIGIN_10_FOTO_Hans_Joerg_MichelVoller Vorfreude erreichte ich am Montagabend das Operngebäude und fieberte meiner ersten Kinderoper entgegen: Die Schneekönigin nach Hans Christian Andersen, interpretiert von Marius Felix Lange, bezauberte die kleinen und großen Zuschauer gleichermaßen. Mit ihren farbenfrohen und fantasievollen Kostümen, dem unglaublich wandelbaren Bühnenbild und der äußerst gelungenen musikalischen Umsetzung blieb diese Inszenierung des Märchen-Klassikers jedem positiv in Erinnerung. Zwar war ich zu Anfang ein wenig skeptisch bezüglich der Auswahl der Darsteller, doch sind über das Stück hinweg nahezu alle Zweifel mit der Zeit verpufft. Besonders die Schneekönigin selbst und ihre Gänsehaut bescherenden Auftritte haben mich in ihren Bann gezogen. Ihr zugleich sinnliches und übermenschliches Äußeres gepaart mit ihrer glockenklaren Stimme waren für mich das Highlight des Stücks. Allerdings konnten sich auch die anderen Figuren sehen lassen. Von zarten Blumen, die von ihren Geschichten erzählen (die ganz elegant andere Märchen mit dem inszenierten verknüpften) bis hin zu der frechen Räubersfrau, die in ihrem tierisch besetzten Bau der jungen Gerda den Weg in den Norden ermöglicht – sie ergänzen sich in ihrer Vielfalt und schenken gerade den jüngeren Zuschauern eine Menge schöner Erinnerungen.

Zudem war auch für Unterhaltung gesorgt. Die beiden Trollschüler des Deubeltrolls, die in ihrer Mission, den Spiegel der ‚Wahrheit‘ durch die Welt zu tragen, scheitern, geben einen hervorragenden Gegenpol zu den eher finsteren Begebenheiten im Reich der eisigen Königin und lockern die Stimmung mit ihrer sympathischen, frechen Art.

Aus meiner Sicht war es ein Abend, der sich aufgrund seiner Vielfältigkeit und liebevollen Beschäftigung mit dem Thema Märchen wirklich gelohnt hat, und dem Jubel und Applaus der jüngeren Generation nach zu urteilen, waren die Jungs und Mädchen der anwesenden Familien genauso begeistert wie ich. Mehr kann man sich nicht wünschen.

Weitere Informationen zu „Die Schneekönigin“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-schneekoenigin.1047767

OpernscoutsIsabell Boyer
Studentin

Auf unseren jüngsten Opernscout sind wir durch einen Text aufmerksam geworden, den sie als „Operntester“ über Prokofjews Oper „Der feurige Engel“ geschrieben hat. Die eingehende Beschäftigung mit dem Stück hat uns neugierig gemacht auf mehr. Isabell Boyer studiert Germanistik und Anglistik in Essen. Sie singt selbst in Pop- und Rockbands und hat 6 Jahre lang Theater in einer Laiengruppe gespielt. Als Opernscout berufen worden zu sein ist eine Ehre für sie. Sie ist sehr froh, dabei zu sein und hofft auf eine schöne Zeit.

Christina Irrgang über „Die Schneekönigin“

Geheimnisvolle Ehrlichkeit

SCHNEEKOENIGIN_11_FOTO_Hans_Joerg_MichelMit Marius Felix Langes Familienoper „Die Schneekönigin“ hat die Spielzeit 2015/16 an der Deutschen Oper am Rhein einen weiteren Höhepunkt erreicht. Dabei könnte die Geschichte nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen in ihrem Kern kaum trauriger sein: Zwei Splitter eines teuflischen Spiegels geraten dem Jungen Kay in Auge und Herz, woraufhin er seine Liebe zu seiner Freundin Gerda – aber auch zum Leben – verliert und in den Bann der Schneekönigin gerät, für die er ein Rätsel lösen soll. Während Kays Wesen in der Nähe der Königin immer mehr erkaltet, macht sich Gerda durch die Jahreszeiten hindurch auf den Weg, Kay wiederzufinden. Über einen Fluss gelangt sie zu einer märchenhaften Blumenaue, zu einem Prinzessin-und-Prinz-Paar, in die Höhle eines Räubermädchens bis hin nach Lappland ins Schloss der Königin. Auf ihrer Route findet sie Freunde und die Hilfe von Blumen, einer Krähe, Tauben, einem Rentier, und durch die finnische Lappin – die Gerda auf die Fähigkeit, die sie schon immer in sich trägt, aufmerksam macht. Was sie schließlich dazu befähigt, den eisigen Bann um Kay zu brechen, ist ihr Gesang, ihre Liebe. Das Wort „Ewigkeit“, durch das sie Kay von seiner Bindung an die Schneekönigin befreit, wirkt wie ein Fluch auf die Königin zurück, wird es sogleich nach Gerdas Legung unachtsam durch zwei Trolle zerstört: Die Schneekönigin verliert erneut ihren Absolutheitsanspruch, die Ewigkeit bleibt unerreichbar. Gerda und Kay aber sind wieder inmitten der Rosen in ihrer Liebe vereint. Die Liebe hat gesiegt.

Marius Felix Langes Komposition und Libretto tragen die kleinen und großen Besucher dieser Oper – eine Kooperation der Deutschen Oper am Rhein mit dem Theater Dortmund und dem Theater Bonn, inszeniert von Johannes Schmid – durch eine verzaubernde Fantasiewelt. Der Auftakt mit Tölpeltroll, Trotteltroll und Deubeltroll und dem verfluchten Spiegel, welcher der Welt alles Hässliche zeigen soll, erscheint zunächst etwas gruselig. Doch das sich daran anschließende Spiel, Kostüm- und Bühnenbild (Tatjana Ivschina) sowie spezielle Videoprojektionen und Lichtinszenierungen (Volker Weinhart) nehmen die Besucher mit auf eine märchenhafte Reise, auf der Blumen singen, Tiere sprechen und ehrliche Liebe noch ganz offen gestanden wird. Ein gesangliches Highlight bildete u.a. der Chor der Rosen und Tauben, Gerdas stimmliche Intensität (Heidi Elisabeth Meier) steigerte sich im Verlauf des Stückes immer mehr, insbesondere mit Kay (Dmitri Vargin) im Duett, die Schneekönigin (Adela Zaharia) sang grazil und elegisch. Mit musikalischer Virtuosität und Abstraktion überzeugten so auch die Studierenden der Robert Schumann Musikhochschule sowie das altstadtherbstorchester. Nachdem ich in meiner letzten Kolumne die Dramaturgie von Bernhard F. Loges stellenweise kritisiert habe, möchte ich hier nicht auslassen, sie bei dieser sehr stimmig ausgeführten Oper positiv hervorzuheben.

„Die Schneekönigin“ hat auf magisch-traurig-schöne Weise ganz große Emotionen liebevoll gebündelt und einem gut gefüllten Premieren-Saal mit überwiegend jüngstem Publikum erzählt. Der wunderbarste Moment kann da nur sein, wenn dieses am Ende der Oper jubelnd applaudiert. Oder wenn Kinder das Liebevolle dieses Märchens ganz intuitiv erspüren und sich während der Aufführung gegenseitig die Arme um die Schultern legen. „Die Schneekönigin“ brachte auch für mich ein bewegendes Ende dieser Opern-Saison, und in ihrer geheimnisvollen Ehrlichkeit schenkte sie mir eine kleine Träne im Augenwinkel. Danke!

Weitere Informationen zu „Die Schneekönigin“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-schneekoenigin.1047767

OpernscoutsChristina Irrgang
Freie Autorin

Christina Irrgang lebt und arbeitet als freie Autorin in Düsseldorf. Sie studierte Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, an der sie aktuell über den Fotografen Heinrich Hoffmann im Kontext politischer Bildstrategien promoviert. Parallel zum Schreiben verfolgt sie im künstlerischen Bereich ihr Musik-Projekt BAR, das sie 2013 mit Lucas Croon gegründet hat. Sie ist außerdem Stipendiatin 2016 der Kunststiftung Baden-Württemberg in der Sparte Kunstkritik. In der Spielzeit 2015/16 ist sie zum zweiten Mal begeisterter Opern-und Ballett-Scout!

Uwe Schwäch über „Die Schneekönigin“

Eine phantasievolle Oper, die jedes Kinderherz höher schlagen lässt

SCHNEEKOENIGIN_09_FOTO_Hans_Joerg_MichelDas Kunstmärchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen diente schon oft als Vorlage für Spielfilme, Zeichentrickfilme und auch für die Oper. Der deutsche Komponist Marius Felix Lange greift diesen Stoff auf und entfacht mit seiner neuesten Oper „Die Schneekönigin“ ein musikalisches Feuerwerk, das mit einer phantasievollen Inszenierung umgesetzt wird.

Der Zuschauer taucht ein in die Welt der Trolle, die mit einem durch Videoeffekte angereicherten Bühnenbild für spannungsgeladene Erlebnisse sorgt. Dem gegenüber steht die heile Welt der Kinder Gerda und Kay, die in einem wohlbehüteten Heim zuhause sind. Das ändert sich schlagartig, als Kay vom Splitter eines riesigen Zauberspiegels getroffen wird und in den Bann der Schneekönigin gezogen wird.

Die furchtlose Gerda beschließt ihren Freund zu suchen und begibt sich dabei auf eine abenteuerliche Reise. Mit wunderbar kreativen Bühnenbildern und märchenhaften Kostümen begleiten wir Gerda auf ihrer Reise und lassen uns voller Inspiration durch dieses musikalische Märchen führen. Für Kinder ist das facetten- und erlebnisreich umgesetzt und bietet bessere Unterhaltung als jedes Fernsehprogramm.

Musikalisch treffen wir hier auf zwei Welten: Fast romantisch erklingt das Rosenlied der beiden Nachbarskinder. Die musikalische Welt der Schneekönigin dagegen ist entsprechend kühl und in der Instrumentierung sphärisch klangvoll.

Die Musik ist dabei nicht so leicht wie man es sich für eine Familienoper vorstellt. Sie formt das Bewusstsein einerseits für Heiterkeit, Sehnsucht und Optimismus sowie andererseits für Sorgen, Bedrohung und Gefahr.

Wie in jedem guten Märchen finden Gerda und Kay wieder zusammen und nochmals hören wir das liebevoll vorgetragene Rosenlied zum Abschluss einer phantasievollen Oper, die jedes Kinderherz höher schlagen lässt.

Weitere Informationen zu „Die Schneekönigin“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-schneekoenigin.1047767

OpernscoutsUwe Schwäch
Kommunikationsberater und Lehrbeauftragter

Der Kommunikationsberater, Fachautor und Lehrbeauftragte an der Hochschule Fresenius ist leidenschaftlicher Fan der Oper, und seine Begeisterung wirkt ansteckend: Regelmäßig stiftet er Freunde und Bekannte zum gemeinsamen Kulturbesuch an. Weil ihn nicht nur das Kunsterlebnis, sondern auch der gemeinsame Austausch darüber bereichert, freut er sich jetzt auf den Dialog mit den Opernscouts.

Gisela Miller-Kipp über „Die Schneekönigin“

Rosen in alle Ewigkeit

SCHNEEKOENIGIN_14_FOTO_Hans_Joerg_MichelDer Name der Oper ist irreführend – für diejenigen, denen Andersens Märchen unbekannt ist: „Die Schneekönigin“ ist weder ein Wintermärchen noch ist ihr Ort das Reich dieser Königin. Vielmehr startet die Erzählung in der Trollschule. Sie spielt vor raumhoher Stahlwand, in der eine Brennofentür eingelassen ist (Kokerei – Reverenz an den Ruhrpott), hinter der es auch unheimlich glüht. Das ist schon einmal ein klasse Einfall. Denn die Schule ist irgendwie höllisch, nicht wahr, und die Lehrer, hier der Trolllehrer, sind gelegentlich teuflisch, jawohl! Die Verhexung des Jungen Kay passiert hernach vor dem Rosenhaus, in dem gibt es ein puppenstubenschönes Rosenzimmer, darin sitzt die märchenhafte Großmutter, strickend natürlich. Und mit dem „Rosenlied“ geht die ganze Geschichte dann im „Rosensommer“ auch glücklich aus – die Schneekönigin, eine zauberhaft-hoheitsvolle und verführerische Gestalt ganz in Weiß (weiße Spitze, weiße Turmfrisur, weiße Riesenschleppe) schmilzt sehr malerisch dahin.

Will sagen: Die Oper ist jahreszeitlich und räumlich nicht festgelegt. Das macht sie saisonunabhängig und außerordentlich publikums- gleich kinderfreundlich. Denn die Geschichte/das Märchen spielt insgesamt an acht verschiedenen Orten und zerfällt in sieben Untergeschichten – Stationen der Reise der kleinen/jungen Gerda ins Reich der Schneekönigin, wo es ihren Freund auszulösen gilt. Mit dieser Anlage wird der Aufmerksamkeitsspanne des ganz jungen Publikums – 10 Minuten – geschickt Rechnung getragen, und die Phantasie und der Bildhunger aller Kinder werden durch wechselnde, dabei liebevoll ausgestattete Räume aufs Schönste bedient. Hinzu kommen die ansässigen Phantasiegestalten. Die meisten bieten positive Identifizierung an, allen voran natürlich die beiden besten Freunde bzw., jene nach Alter, die jungen Liebenden (Gerda und Kay), von denen der Junge sich verblenden lässt und erkaltet (Werk der Schneekönigin), das Mädchen ihn aber wieder zur Freundschaft/zarten Liebe erweckt durch unerschrockenes Suchen/unbeirrbare Treue. Spielend leicht kann sie das Lösungswort zusammenpuzzeln, über dem Kay so lange vergeblich brütet(e): „Ewigkeit“.

Unverzichtbar auch in jedem Schauspiel, in jeder Oper für Kinder: die ungehobelten Dummbatzis (hier zwei Trolle), also jemand, der frecher, ungeschickter und, vor allem, dümmer ist als man selbst! Ferner und glücklicherweise im Identifikationsangebot auch eine Gestalt aus der modernen (Medien)Welt: das Räubermädchen als Oberpirat/Kapitän Jack Sparrow (alias Johnny Depp in „Fluch der Karibik“), übrigens auch gestisch gekonnt nachgeahmt, mithin unschwer zu erkennen (5. Geschichte). – Erzählt werden die Geschichten auch als Text in Obertiteln. Allerdings läuft der recht schnell durch, selbst Drittklässler dürften Mühe haben, ihm zu folgen – gelegentliche Unruhe im jungen Publikum. Was ihm aber auch erspart, sich über die lyrischen Passagen zu mopsen: Die kamen nämlich wagnerisch stabreimelnd bzw. alliterierend daher – gräsig, und eine für dies Märchen völlig verquere Sprachanstrengung. Da frönt der Librettist (Marius Felix Lange) höherem Ehrgeiz, so etwa auch mit dem Zitat des Herbstgedichts von Rilke („Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr, wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben …“) zur einsamen Kutschfahrt durch den Krähenwald (4./5. Geschichte); dürfte schwerlich angekommen sein. Tausendmal passender ist da die Tempobezeichnung für die rasende Kutschfahrt gen Norden, zunächst nach Lappland: sie ist nämlich „schnell wie ein Krähenfurz“ – himmlisch!

Aber was soll’s; kann man am Text auch mäkeln, so ist die Musik (ebenfalls Marius Felix Lange) doch ein gelungener Mix von Melodien und Klängen unterschiedlichster Stile, Anleihen bei Wagner (besonders Sprechgesang) inklusive. Offenkundig kam sie wie die Aufführung insgesamt bei den Youngsters bestens an: einhelliger Jubel zum Schluss.

Weitere Informationen zu „Die Schneekönigin“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-schneekoenigin.1047767

OpernscoutsGisela Miller-Kipp
Emeritierte Professorin für Allgemeine und Historische Pädagogik

„Nichts nährt Seele, Sinne und Phantasie besser zum Ausgleich wissenschaftlicher Tätigkeit als die Oper!“, sagt die emeritierte Professorin, die schon mit 14 Jahren ihre erste Vorstellung besuchte. Ihre große Rezeptionserfahrung bringt sie nun in die Runde der Opernscouts ein. Seit ihrem Ruhestand ist sie besonders bürgerschaftlich engagiert, u.a. als Lese-Mentorin und in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit; kulturell  tummelt sie sich noch im Goethe-Museum und im Museum Kunstpalast.

Martin Breil und Viktoria (5) über „Die Schneekönigin“

„Kannst´st nicht sehen, kannst´st nicht hörn, mußt es mit dem Herzen spühr´n.“

SCHNEEKOENIGIN_11_FOTO_Hans_Joerg_MichelDas ist die Botschaft, die den Besucher der neuesten Familienoper der DOR durch die Vorstellung begleitet. Gerda und Kay, die beiden Hauptpersonen, singen das Thema in ihrem Rosenlied und beantworten damit schon das Rätsel nach der Ewigkeit, das die Schneekönigin nicht zu lösen vermag.

Marius Felix Lange hat das Märchen von Hans Christian Andersen im Auftrag der DOR vertont und zugleich den Text dazu geschrieben. Das Ergebnis ist eine abenteuerliche Reise, die bis in den hohen Norden zu den finnischen Lappen, bei denen schon einmal ein Pfeife rauchendes Rentier in der Sauna anzutreffen ist, hinein in das eisige Reich der Schneekönigin führt. Da dürfen freche Trolle und elfengleiche Blumenmädchen nicht fehlen.

Die Musik ist anspruchsvoll und das Bühnenbild, sowie die Kostüme, so liebevoll und phantasievoll gestaltet, dass meine kleine Begleiterin abwechselnd vor Begeisterung vom Sitz hüpft oder ein wenig Schutz suchend auf Mamas Schoß krabbelt. Am Schluss sind wir alle begeistert und froh, dass Gerda den Kay aus dem Eispalast befreit hat und der Sommer wieder da ist. Die 90 Min. ohne Pause hat Viktoria sehr gut verkraftet und bei der anschließenden Premierenfeier eifrig Autogramme gesammelt.

Mich hat das „Laura Ashley“ Ambiente im Haus von Gerda und Kays Großmutter ein wenig gestört, aber diese Produktion ist ein Muss für alle, die nicht bereit sind, ihre Phantasie an der Kinokasse abzugeben und sich von irgend einem Animationsfilm berieseln zu lassen. Die Besucher der Vorstellung waren offenbar der gleichen Meinung und spendeten jubelnden Applaus.

Weitere Informationen zu „Die Schneekönigin“:
http://www.operamrhein.de/de_DE/repertoire/die-schneekoenigin.1047767

Opernscout Martin Breil-1Martin Breil
Dipl. -Ing. für Hochbau

Martin Breil ist beschäftigt beim Bauaufsichtsamt der Stadt Duisburg. Neben seinem Interesse an den bildenden Künsten, hört er leidenschaftlich gern Jazz und klassische Musik, insbesondere mit den Duisburger Philharmonikern. Das Lauschen zu Opernklängen bedeutet für ihn ein Abheben in eine andere Dimension und das Abschalten von allem Belastenden des Alltags. Auch das Ballett fasziniert ihn: Wo kommen, außer in der freien Natur, Kraft und Ästhetik stärker zum Ausdruck als dort? Als Opernscout ist er dankbar, seine eigenen Eindrücke nach außen tragen zu dürfen, um dort Leser für einen Opern- oder Ballettbesuch zu begeistern.