Amüsant und unterhaltsam

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Helma Kremer über die Premiere von „Die Fledermaus“

Wie meine geschätzten Kolleg/ -innen, die anderen Düsseldorfer Opern- und Ballettscouts, bin auch ich weit davon entfernt, ein Operetten-Fan zu sein.
Obwohl es viele Operetten-Arien gibt, die ich wunderschön finde: „Dein ist mein ganzes Herz“ aus dem „Land des Lächelns“ von Franz Léhar, „Komm in die Gondel“ aus „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauss (Sohn) und allen voran „La Barcarolle“ aus „Les Contes d’Hoffmann“, eine Arie, die mir  – an besonders plümeranten Tagen – die Tränen in die Augen treibt.
Aber eigentlich ist „Les Contes d’Hoffmann“ eine Phantastische Oper. Das zählt dann wohl nicht… Wie auch immer, eine Operetten-Arie hier und da: Immer gerne – aber so eine ganze Operette am Stück, das wird hart, denke ich mir.

Zunächst bin ich angenehm überrascht. Das schillernde Bühnenbild im 1. Akt gefällt mir. Ziemlich overloaded, aber für einen Abend – oder eine Nacht – geht das schon. Erinnert mich ein wenig an die Zimmer des „Sir & Lady Astor“-Hotels, welches internationale Kulturjournalisten, die wir dort zuweilen, im Rahmen von Pressereisen zum Thema „Kunst in Düsseldorf“ unterbringen, sehr schätzen.

Auch die Besetzung finde ich großartig, besonders Lavinia Dames als Adele, deren Stimme und Gesang mir am besten von allen gefallen, und Anke Krabbe als Rosalinde.
Christoph Filler als Dr. Falk könnte der Sohn von Peter Alexander sein und ist das ideale Schlitzohr.
Nicht zu toppen ist Norbert Ernst als schmieriger Eisenstein.
Die Verpflanzung der Story in die Düsseldorfer Schicki-Micki-Szene ist etwas platt und passt auch einfach nicht zu den schönen Walzer-Klängen.
Die gefallen mir übrigens noch besser als erwartet und lassen auch bei mir Stimmung aufkommen. Vor allem habe ich sie alle irgendwann schon einmal gehört.

Was wiederum gut passt, ist der Bezug zum rheinischen Karneval, der im 2. Akt durch ein Bühnenbild mit noch mehr Glitzer, Flimmer und Bling Bling  im gleich doppelt barocken Bilderrahmen seine Vollendung findet.
Auch die „Kostüme“ halten mit: Die Tänzerinnen sind fast nackt und drängen sich um eine riesige Rakete, frivoler geht es nicht, eine Prise brasilianischer Karneval und Moulin Rouge inklusive.

Im 3. Akt ist dann leider meine Geduld zu Ende, und zwar lange vor Schluss.
Die Handlung spielt im Gefängnis: Das Bühnenbild gleicht als Schauplatz der Kulisse einer abgerockten Party, das wiederum gefällt mir.
Aber sie zieht sich wie Kaugummi, die Handlung. Ich werde wibbelig. Obwohl ich mich wirklich über Wolfgang Reinbacher als Frosch freue, weil ich ihn in früheren Jahren oft im Düsseldorfer Schauspielhaus bewundert habe.
Und flache Witze mag ich auch, in Maßen.

Fazit: Amüsant und unterhaltsam, und ja: irgendwie auch ein Feuerwerk für die Sinne – aber eine solche Art der Unterhaltung löst bei mir, spätestens nach zweieinhalb Stunden, ein Gefühl der Leere aus.
Meine letzte Operette? Nein: Gerade heute habe ich einen heißen Tipp bekommen. Ein echter Opern-Insider empfiehlt mir die Berliner Operette. Zum Beispiel „Der Vetter aus Dingsda“. Viel rustikaler, der Witz intelligenter.
Nun denn, einen Versuch werde ich noch wagen.

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Helma Kremer
Leiterin „Market Development“ bei der Düsseldorf Tourismus GmbH

Helma Kremer arbeitete nach ihrem Studium an der Heinrich-Heine-Universität zunächst an der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf. Nach einem. Voluntariat im Bereich „Marketing/Presse“ beim Düsseldorfer Schauspielhaus übernahm sie 2006 den Bereich „Kulturmarketing“bei der Düsseldorf Marketing und Tourismus GmbH. Durch ihre Großeltern kam sie bereits als Kind mit der Oper in Kontakt, ihre erste Aufführung im Opernhaus war „Hänsel und Gretel“. Dennoch interessiert sie sich eigentlich eher fürs Ballett, als für die Oper. Sie freut sich in ihrer ersten Spielzeit als Opern- und Ballettscout auf die regelmäßigen Theaterbesuche

Einfach Grandios

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Stefan Pütz über die Premiere von “ I puritani“

Rolando Villazón hat diese klassische Oper im“ Belcanto“ mit einem hervorragenden Orchester, großer schauspielerischer Qualität und allen Facetten des Liebesdramas inszeniert.
Ein großartiges passendes Bühnenbild, starke Chöre, passende „puritanische“ Kostüme,  phantastische Musik und eine hervorragende Besetzung konnten mich absolut überzeugen.
Die Handlung des Stücks ist „mager“ und sehr überschaubar – kann aber vernachlässigt werden… Adela Zaharia spielte die verwirrte, liebeskranke, verstörte Elvira, die Wandlungen und  Veränderungen nicht verstehen kann und dem Wahnsinn verfällt. Der Onkel  (Bogdan Talos), aber auch der junge Geliebte (Tenor Ioan Hotea) konnten mich auch an mancher Stelle gesanglich überzeugen.
Adela Zaharia ist jedoch für mich unschlagbar und jeder Freund der klassischen Oper sollte sie sehen  und hören wollen! Villazón ließ sich einige interessante Dinge einfallen, die eine bereichernde Ergänzung zu der doch sehr überschaubaren Handlung darstellten

… ein wirklich grandioser Abend!!

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Stefan Pütz
Inhaber von „Buch in Bilk“

Den Namen Stefan Pütz verbindet man mit „Buch in Bilk“, einer Buchhandlung in Unterbilk. Bei Kulturveranstaltungen ist er gern mit einem Büchertisch präsent, denn direkter Kontakt zu Kunden und persönliche Beratung sind ihm wichtig. Wichtig ist ihm jetzt – nach langer Abstinenz – auch wieder die Begegnung mit Oper und Ballett. Wagner Inszenierungen findet er grundsätzlich nicht sonderlich unterhaltsam, vom Ring am Rhein war er allerdings hellauf begeistert. Die Wagner Inszenierungen der Deutschen Oper am Rhein sind „besser als anderswo“.

Ein Kessel Buntes

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Michael Langenberger über die Premiere von „Die Fledermaus“

Die Operette “Die Fledermaus” steht auf dem Programm.
Zugang dazu findet man nicht alleine dadurch, dass man die Eingangstür der Oper durchschreitet, sondern sollte auch gleich seine Vorurteile zusammen mit dem Mantel an der Garderobe abgeben. Gar nicht so einfach.
Handelt es sich bei dem Stück von Johann Straus (Sohn), auf Anraten seiner Frau, doch um eine Arbeit, die von vornherein kommerziell angedacht ist. Die weitere Vermarktung durch Funk und Fernsehen in den 1960er/70er Jahren, mit den klischeebehafteten Unterhaltungsgrößen der damaligen Zeit, hinterliessen, zumindest bei mir, tiefe ablehnende Spuren.

Und nun sitze ich im Zuschauerraum der Oper. Die Ouvertüre begrüßt mich gleich mit bekannten Klängen. Der Vorhang hebt sich, um ein monströses Bühnenbild zwischen Traditionellem und Modernem freizugeben.
Es gibt viel zu sehen – und weiterhin bekannte Melodien zu hören. Adele, gespielt von Lavinia Dames, hebt, überrascht durch ein Telefonat auf Ihrem Handy, zu ihren ersten Tönen an. Ein netter Gag, finde ich.
Der Saal goutiert solche Regieeinfälle hier und da mit raunendem Lächeln.
Immer wieder ist den Machern für die Düsseldorfer Inszenierung etwas Unerwartetes und Amüsantes eingefallen, mit dem die Zuschauer überrascht werden. Es wird gesungen und gespielt, was das Zeug hergibt.
Unterhaltung pur, kurzweilig und amüsant obendrein.

Was diese Inszenierung für mich von den für mich klischeebildenden Vorlagen unterscheidet: Jeder Akteur ist wichtig, unterwirft sich der best möglichen Qualität seines Tuns.
Es geht nicht darum sich als einzelner Akteur hervorzutun, sondern fühlt sich dem Werk als Ganzes – ganz unkommerziell – nur dem Besten was man kann und hat verpflichtet. Ob Bühnenbild, Kostüme, Tanzeinlagen, Chorgesänge – egal, jeder unterwirft sich dem Stück und handelt nicht zum eigenen Ruhm.

Um das gesprochene Wort übergangslos mit den Gesängen zu verbinden, muss der Musikgraben weit mehr darauf achten, was auf der Bühne passiert, als das sonst in einer Oper erforderlich ist, wo einzelne Arien zumeist sauber getrennt von rezitierten Worten stehen.
Die übergangslosen Einsätze sind den Düsseldorfer Symphonikern unter Leitung von Benjamin Reiners vorzüglich gelungen.

Wer bis zur Pause noch nicht amüsiert war, nach der Pause wird ein ganzer Kessel Gags über das Publikum ausgeschüttet. Eine Mischung aus Wiener Leichtigkeit und Düsseldorfer Karneval, oft scharf auf der Grenze zum platten Klamauk – hier und da leider jenseits der Grenze…

Alles in allem war es ein bunter Abend leichter Unterhaltung und eingängigen Klängen. Ich meine, wer sich mal (wieder) eine Operette ansehen will bekommt hier etwas richtig Gutes geboten, fernab vom Streben nach Kommerz und Personenkult und einfach nur bester Qualität in allen Gewerken verpflichtet.
Ich bin froh, diese Inszenierung der Fledermaus gesehen zu haben, gehe zur Garderobe, hole meinen Mantel ab und weiss nicht so genau, ob ich meine eingangs abgegeben Vorurteile an der Garderobe liegen lassen soll.

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Michael Langenberger
Wirtschaftsmediator und Coach

Michael Langenberger arbeitet freiberuflich als Wirtschafsmediator und Führungskräftecoach in Haan. Musik und Tanz spielen eine große Rolle in seinem Leben: Er spielt Klavier, sang im Chor und tanzt Standard, Latein, Salsa und Modern Contemporary. Er liebt die Vielfalt des kreativen Ausdrucks – sei es als Geschichtenerzähler, Musiker, Tänzer oder Opernscout – und macht sich diese auch im beruflichen Kontext zu Nutze. Bei der Bewertungen von Inszenierung versteht er sich nicht als „visuellen“ sondern als „akustischen Menschen“.

Täubchen, holdes Täubchen mein

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Markus Wendel über die Premiere von „Die Fledermaus“

Der vergangenen Premiere von „Die Fledermaus“ bin ich ehrlicherweise mit gemischten Gefühlen entgegengetreten. Ich mag keine Operetten und ich mag auch keine klamaukigen Verwechslungskomödien.
Im Ergebnis, und das möchte ich vorwegnehmen, fühlte ich mich dennoch ganz wunderbar unterhalten.

Die „Fledermaus“ bedient in der Düsseldorfer Inszenierung alles, was Kitsch und Klischee so hergeben können: quietschbunte Farben, Glitzer, Federn und halbnackte Tänzerinnen. Alles mit großer Lebendigkeit.
Einige der Szenen könnten unverändert ihren Weg in Richtung Friedrichstadtpalast antreten. Die wahrscheinlich jedem bekannte Musik ist eingängig, und der hierdurch induzierte Bewegungsdrang bei vielen im Publikum nicht zu unterdrücken.

Ich bin von mir selbst überrascht, denn ich gehe wirklich mit dem Stück mit. Selbst die Verortung nach Düsseldorf und Anspielungen auf einen ehemaligen Oberbürgermeister stören mich nicht (bei der aktuellen Götterdämmerung ist das anders).
Auch der Humor, der sich anfühlt wie die alten Fernsehfilme mit Uschi Glas und Theo Lingen, ist aufgrund der schauspielerischen Leistungen überzeugend und kommt an. Erst als auf der Bühne mit Federn geschmückte rosa Astronautinnen auftreten, ist auch bei mir eine Grenze erreicht.

Lavinia Dames in der Rolle der Adele darf für ihren Gesang und ihre wahnsinnig gute schauspielerische Performance verdient den größten Applaus ernten.
Ebenso ist der überwiegend schauspielerische Part des „Frosch“, verkörpert von Wolfgang Reinbacher ein wahrhaftes Erlebnis.

Mein Ausflug in die Welt der Operette wird dennoch binnen der kommenden Jahrzehnte wahrscheinlich auf den vergangenen Abend begrenzt bleiben.
Nicht, weil es nicht gut war, sondern schlichtweg, weil es wirklich nicht meinen Musikgeschmack trifft.
In diesem Sinne: „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.“

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Markus Wendel
Sachbearbeiter für Brand- und Katastrophenschutz

Markus Wendel ist schon seit langem Opernfan. Seine erste Begegnung mit Wagners „Götterdämmerung“ hatte er im Jahr 2003 im Düsseldorfer Opernhaus und war sehr begeistert.
Durch die vergangene Spielzeit als Opernscout haben sich sein „Horizont und Empfinden erweitert“. Überrascht war er davon, dass die Ballettinszenierungen 2018/19 ihn sogar mehr faszinierten als die Operninszenierungen.

Ein sehr abwechslungsreicher Ballettabend

Cellokonzertch:Martin Schläpfer
Cellokonzert ch:Martin Schläpfer

Stefan Pütz über die Premiere von „b.41“

„Forgotten Land“ von Jiri Kiliáns mit der Sinfonia da Requiem von Benjamin Britten:
Ein phantastisches Bühnenbild, passende Kostüme, bei grandioser Musik:
Sechs Paare tanzen vor einer beeindruckenden, düsteren Meereslandschaft – ein toller Anfang!

Lamentation” und „Steps in the Street” von Martha Graham:
Nun folgt mit Martha Grahams Lamentation ein Stück strenger Konzentration, reduziert auf puristische Kostüme und wenige kraftvolle Gesten.
Auch das zweite Stück Grahams, Steps in the Street, besticht durch klare und drastische Formsprache.
Das Stück wirkt modern und mitreißend und regt zur Diskussion an.

Nach der zweiten Pause kam dann Schläpfers neuestes Werk,zur Musik des zweiten Cellokonzertes von Schostakowitsch:
Wieder einmal wird eine große Geschichte mit enormer Besetzung erzählt, die meines Erachtens nicht zu Ende erzählt wird.
Ein lebendiges Treibens, bunte Kostüme, sehr viele Aktionen und  viele parallel verlaufende Geschichten, aber kein wirklicher Erzählstrang …
Einen roten Faden konnte ich nicht erkennen aber das ist nicht immer wichtig …

Da dieses Stück einen starken Kontrapunkt zu den vorherigen „strengen“ Stücken bildete, war der Abend für mich ein großer Genuss …

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Stefan Pütz
Inhaber von „Buch in Bilk“

Den Namen Stefan Pütz verbindet man mit „Buch in Bilk“, einer Buchhandlung in Unterbilk. Bei Kulturveranstaltungen ist er gern mit einem Büchertisch präsent, denn direkter Kontakt zu Kunden und persönliche Beratung sind ihm wichtig. Wichtig ist ihm jetzt – nach langer Abstinenz – auch wieder die Begegnung mit Oper und Ballett. Wagner Inszenierungen findet er grundsätzlich nicht sonderlich unterhaltsam, vom Ring am Rhein war er allerdings hellauf begeistert. Die Wagner Inszenierungen der Deutschen Oper am Rhein sind „besser als anderswo“.

Weltraumdschungelkönige

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Sandra Christmann über die Premiere von „Die Fledermaus“

Hatte das Johann Strauss im Sinn?

Ich bin für Blödsinnigkeit durchaus zu haben – diese hat Axel Köhler vollends ausgeschöpft.

Dank Frank Philipp Schlössmann konnten wir doch noch einen Blick in das Wohnzimmer von Gianni Versace werfen – imponierend! Direkt gefolgt von dem „kleinen“ Gatsby Arrangement in der Big Bang Theorie Raketenstation. All das im goldenen Rahmen, wie wir ihn zu Großmutters Zeiten kennen, barock, prunkvoll und nur für Jagdszenen zu verwenden. Das Ganze mit  80er Jahre Lichtinstallationen einer Roller Blade Disco aus Wisconsin verhübscht.

Überraschend, voll ausgetobt, aber exzellent im Detail und somit eine der Disziplinen, die den Abend bereichert haben.

In gleicher Manier die Köstüme. Pornös:
Biene Maja im Weltraumglitzer-Suit, Lack, Plastik-Glamour, Leopardenprints, Negligees, Hotpants, bedruckte Männerslips, Table Dance Schürzen-Outfits – ein Fest.
Ein bunter Mix aus galaktischem Holiday on Ice Trash und Altweiber auf der Ratinger nach 20.00 Uhr.

Gesanglich war ganz klar Adele, gesungen von Lavinia Dames meine Favoritin – raumgreifend, durchdringend und auch schauspielerisch überzeugend. Bezaubernd.
Und natürlich hat Wolfgang Reinbacher den Frosch einverleibt und mit den ihm nun mal vorgegeben textlichen Plattheiten charmant performed.

Soweit: Und doch schmeckt die Inszenierung nach an einem großen Eintopf aus Klimbim, Ohnsorgtheater und Zirkusdirektorenauftritte mit einer Priese Peinlichkeit…
Es tat auch punktuell weh.

Wir haben durchaus viel gelacht, keine Frage, Sie kennen das, wenn es kippt, wenn es so plakativ grotesk schreit, dass man lachen muss.

Die Musik passte tatsächlich, der fröhliche Walzer  –  hätte aber durchaus im österreichischen Kontext bestehen bleiben können – die Inszenierung ins NRW Gefüge , dem Düsseldorfer Politklüngel und der Steigenbergerhäme zu setzen, erinnerte ein bisschen an die Frankenheimkiste der Götterdämmerung vor 1 Jahr. Und war nur angetriggert, somit nicht überzeugend.

Meine erste und letzte Operette?: Absolut Ja!

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Sandra Christmann
Head of Strategic Alliances

Sandra Christmann liebt Düsseldorf und die Kunst. Sie engagiert sich bei ArtFair Internantional GmbH. Strategische Allianzen sind ihr Kernthema. Für die Kunst pflegt sie zahlreiche Kontakte, um mit Partnern aus Wirtschaft, Industrie, Handel und Medien innovative Formate und Kooperationskonzepte zu entwickeln. Neben ihrer Arbeit engagiert sie sich für diverse Hilfsprojekte.
Sie liebt das Ballett und besuchte „just for fun“ manchmal die Oper, nun will sie „auch nach ihrer Zeit als Opernscout der Oper treu bleiben“.

Ein grandioses Werk

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Stefan Pütz über die Premiere von „Samson et Dalila“

„Samson et Dalila“ – ein grandioses Werk von Camille Saint-Saëns

Schon der Beginn der aus dem Untergrund hochfahrende Chor der Bauarbeitersklaven, die mit ihren Stirnlampen das Publikum blenden ist beeindruckend. In dieser Aufführung sind alle Elemente der klassischen Oper enthalten: Kampf, Widerstand, Rache, Gier, Liebe, Eifersucht, Verzweiflung, Intrige, Mordlust, Verrat, Größenwahn und der unausweichliche Untergang.
Gesanglich und schauspielerisch ist Ramona Zaharia als Dalila dominant – eine „Wucht“. Sie ist in ihrer mit ihrer Stimme immer präsent und verführerisch. Der Höhepunkt ist ihre Arie, „Mon cœur s’ouvre à ta voix“ mit Samson.
Auch Michael Weinius als Samson überzeugt ebenso stimmlich, doch schauspielerisch „fehlt da ein wenig“.
Der Oberpriester Dagon, super gut gespielt und gesungen von Simon Neal gefiel mir auch sehr. Besonders die Chöre, Dalila und das große Orchester unter der Leitung von Marie Jacquot, konnten an diesem Abend gefallen.

Ein toller Abend!

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Stefan Pütz
Inhaber von „Buch in Bilk“

Den Namen Stefan Pütz verbindet man mit „Buch in Bilk“, einer Buchhandlung in Unterbilk. Bei Kulturveranstaltungen ist er gern mit einem Büchertisch präsent, denn direkter Kontakt zu Kunden und persönliche Beratung sind ihm wichtig. Wichtig ist ihm jetzt – nach langer Abstinenz – auch wieder die Begegnung mit Oper und Ballett. Wagner Inszenierungen findet er grundsätzlich nicht sonderlich unterhaltsam, vom Ring am Rhein war er allerdings hellauf begeistert. Die Wagner Inszenierungen der Deutschen Oper am Rhein sind „besser als anderswo“.